Vielfalt, Gleichberechtigung & Zugehörigkeit

Einen gerechteren Arbeitsplatz schaffen

Wie Mitarbeiterinnen von Siemens Healthineers für mehr Gerechtigkeit einstehen im Gesundheitswesen und darüber hinaus

4min
Rebecca Murr und Sarah Hermanns
Veröffentlicht am March 8, 2023

Zum Internationalen Frauentag 2023 stellen wir Geschichten von vier Kolleginnen vor, die in ihren Bereichen bedeutende Beiträge leisten. Sie haben unterschiedliche Hintergründe und kommen aus verschiedenen Kulturen, aber sie alle teilen die Leidenschaft für ihre Arbeit und ihr Engagement für mehr Gerechtigkeit.

Franziska Altenbeck advocates for generation equality as marketing manager for radiology systems, mother and mentor
<p>Franziska Altenbeck hat die Vision, dass alle Menschen einen gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung haben. Sie möchte dazu beitragen, dass Generationen verantwortungsvoll leben, damit sie den nachfolgenden Generationen keine untragbaren Lasten aufbürden, beispielsweise in Form von Umweltschäden. Um besser zu verstehen, wie die verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Systeme funktionieren, studiert sie derzeit Gesundheitsökonomie an der London School of Economics. In ihrer täglichen Arbeit verantwortet sie seit kurzem das Thema Nachhaltigkeit in der Radiologie.</p> <p>Um jungen Mädchen und Kolleginnen zu helfen, selbstbewusster für die eigenen Bedürfnisse einzustehen, ist Altenbeck auch im Frauennetzwerk von Siemens Healthineers aktiv. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, andere zu ermutigen, Geschlechterstereotypen zu hinterfragen und sich über Diskriminierung und Vorurteile bewusst zu werden.</p> <p>Dies ist ihr auch in der Erziehung ihrer Tochter wichtig. Denn ihrer Meinung nach ist es schwieriger, überholte Rollenbilder aufzubrechen oder ein Selbstbild zu verändern, wenn Kinder früh durch solche geprägt werden.  </p>


Maiya Shibasaki, Process Engineer and Head of Corporate Sustainability at Siemens Healthineers, believes that equity is an essential aspect of sustainable development
<p>Maiya Shibasaki hat international gelebt und gearbeitet. Anderen zuzuhören und ihre unterschiedlichen Hintergründe zu verstehen, ist ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Für sie beginnt der Aufbau einer gerechteren Gesellschaft damit, ein inklusives Umfeld zu schaffen, in dem alle ihre individuellen Stärken nutzen und zur Geltung bringen können. Shibasaki glaubt daran, dass kreative Ideen und Innovationen noch besser entstehen können, wenn unterschiedliche Perspektiven, Hintergründe und Denkweisen zusammenkommen.</p><p>Sie selbst hat Verfahrenstechnik studiert und spricht sich für den frühzeitigen Zugang zu Schulungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in MINT-Bereichen (Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik) aus, insbesondere für unterrepräsentierte Gruppen.</p><p>In ihrer Funktion als Leiterin für Nachhaltigkeit bei Siemens Healthineers schaut sie auch auf die Geschlechtervielfalt in Führungspositionen, was ein wichtiger Bestandteil der <a href="https://www.siemens-healthineers.com/deu/company/sustainability">Nachhaltigkeitsstrategie von Siemens Healthineers</a> ist. So soll die die Gleichstellung der Geschlechter auf allen Ebenen des Unternehmens gefördert werden, indem der Anteil von <a href="Frauen%20in%20F%C3%BChrungspositionen%20">Frauen in Führungspositionen</a> erhöht wird. Darüber hinaus ist es Shibasaki wichtig, Vorurteile abzubauen und einen gerechteren Arbeitsplatz zu schaffen.</p>
Laut der McKinsey-Studie "Women in healthcare: Moving from the front lines to the top rung" ergreifen Unternehmen Maßnahmen an der Spitze, um den Frauenanteil zu erhöhen. Allerdings stoßen Frauen nach wie vor auf Hindernisse bei der Beförderung, insbesondere in Führungspositionen, wo sie nach wie vor unterrepräsentiert sind. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist daher die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen auf 26 % bis zum GJ 2025. Zum 30. September 2022 waren es bereits 23 %.


 Alejandra Pecka has moved a lot for her job and is now working as Global Marketing Manager CT in Radiation Oncology in Germany. She loves to experiment with fashion or Bolivian carnival costumes.
<p>Alejandra Pecka wurde von ihrer Mutter und ihrer Großmutter aufgezogen, zwei starken weiblichen Vorbildern, die sie ermutigt haben, für sich selbst einzustehen. Als sie 18 Jahre alt war, wurde bei Peckas Großmutter Magenkrebs diagnostiziert. Doch die Behandlungsmöglichkeiten waren in Bolivien sehr begrenzt. Dies bestärkte Pecka in ihrer Entscheidung, Medizinphysik zu studieren und sich auf Protonentherapie zu spezialisieren. Heute ist sie Medizinphysikerin und setzt sich für einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung ein, und das über Ländergrenzen und Geschlechter hinweg.</p><p>Ihre berufliche Weiterentwicklung ist Pecka sehr wichtig, sie mag intellektuelle Herausforderungen. Auch das Umziehen an andere Orte gehört dazu: Ihr erster Job bei Varian brachte sie von Italien nach Deutschland, dann ging sie in die Schweiz und lebt heute wieder in Deutschland.</p><p>Als Mutter von zwei Söhnen möchte Pecka die jüngere Generation dazu inspirieren, sich weiterhin für mehr Gleichberechtigung einzusetzen. Menschen sollten andere so behandeln, wie sie selber behandelt werden möchten, ohne einen Unterschied zwischen den Geschlechtern oder dem Aussehen zu machen. Pecka selbst wurde als Kind wegen ihres Gewichts und ihres Aussehens gemobbt. Heute sieht sie ihren Körper als Teil ihrer Identität und liebt es, mit Mode oder bolivianischen Karnevalskostümen zu experimentieren.</p>


R&D expert Alberta Okundaye is advocating for women in STEM.
<p>Alberta Okundaye wuchs in Nigeria auf. Als sie in die USA auswanderte, musste sie sich an ein neues Schulsystem und eine Gesellschaft mit einer ganz anderen Kultur gewöhnen. Das spornte sie nur noch mehr an, hervorragende Leistungen zu erbringen: Sie studierte erfolgreich Psychologie und Biologie. Heute leitet Okundaye die Abteilung Global R&D Productivity & Innovations im Geschäftsfeld Point of Care bei Siemens Healthineers. &nbsp;</p>


<p>Für Okundaye geht es bei Gleichberechtigung darum, jede einzelne Person zu verstehen und anzuhören, denn alle haben ihre eigene Vorgeschichte. Sie möchte Menschen die Chance geben, sich zu entwickeln, ohne durch ihr Geschlecht, ihren kulturellen Hintergrund oder ihre Lebenserfahrungen eingeschränkt zu werden. Aus diesem Grund leitet Okundaye auch das Scholars and Sisters in STEM-Programm bei Siemens Healthineers. Durch Coaching und Mentoring sollen Schüler*innen der Mittel- und Oberstufe aus unterversorgten und unterrepräsentierten Gemeinschaften dazu ermutigt werden, eine Karriere in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik einzuschlagen. Sie nutzte sogar ihre Leidenschaft als Outdoor-Sportlerin, um Kindern in der Covid-19-Pandemie zu helfen, indem sie sie auf ihren Wandertouren coachte. </p><p>Okundaye ist es wichtig, das Wertesystem ihrer Mitmenschen, ihre Bedürfnisse, ihre einzigartigen Erfahrungen und ihre Persönlichkeiten zu verstehen. „Nur dann kann man einen Menschen wirklich fördern und dessen Erfolge feiern, egal wie klein diese sein mögen.“</p>
<p><strong>Als Unternehmen wollen wir ein Arbeitsumfeld schaffen, das von Vielfalt geprägt ist und die Gleichstellung der Geschlechter fördert. Und die Arbeit dieser vier Frauen und zahlreicher anderer Kolleg*innen auf der ganzen Welt trägt dazu bei. Darüber hinaus arbeiten viele Kolleginnen und Kollegen daran, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die den Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung für alle Menschen verbessern, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihren Lebenserfahrungen. Ihre Arbeit ist inspirierend und soll uns daran erinnern, dass wir alle dafür verantwortlich sind, Gleichberechtigung und Inklusion an unseren Arbeitsplätzen und in den Gemeinschaften, in denen wir arbeiten und leben, zu fördern.</strong></p>

Von Rebecca Murr und Sarah Hermanns
Rebecca Murr und Sarah Hermanns sind Redakteurinnen bei Siemens Healthineers.