Colleague Alejandra Pecka smiling in the camera. In the background are three icons: A graduation cap, a plane and a scan of a human.
Onkologie

Über Kultur und Wissenschaft zu einer Karriere mit Purpose

Erfahren Sie, wie unsere Kollegin Alejandra Pecka durch ihre Arbeit als Medizinphysikerin im Bereich Radioonkologie neue Entwicklungsmöglichkeiten und neue Herausforderungen fand.

4min
Lena Stauber
Veröffentlicht am 28. August 2023
<p>Alejandra Pecka erinnert sich noch gut an einige Reaktionen, als sie ihren Wunsch, Physik zu studieren, äußerte. „Ich hörte Dinge wie: Um Wissenschaftlerin zu werden, musst du eine Intellektuelle sein. Bist du überhaupt schlau genug?“, sagt Pecka. Sie ließ sich davon jedoch nicht abschrecken: Während ihrer Schulzeit in Bolivien nahm sie an einer Wissenschaftsolympiade teil und erhielt ein Stipendium für ihr Physikstudium. Nur wenige Jahre später steht sie stolz neben einem der ersten, von Varian in München installierten Protonentherapiegeräte, an dessen Kammern sie entscheidend mitgewirkt hat. Eine bemerkenswerte Frau, die sich durch nichts davon abhalten ließ, ihren eigenen Weg zu gehen.</p>
<p>„An Selbstvertrauen hat es mir manchmal stark gemangelt, aber es ist mir gelungen, diese Zweifel Schritt für Schritt zu überwinden“, sagt Pecka. „Die größte Herausforderung liegt immer darin, an sich selbst und die eigenen Fähigkeiten zu glauben.“ Es war ihre Mutter, die sie schließlich dazu ermutigte, ihre Stimme zu erheben und den Mut zu finden, die Führung zu übernehmen. Diese Lektion hat Alejandra Pecka von da an ständig begleitet und gab ihr das nötige Selbstvertrauen, um in der Physik ihren eigenen Weg zu gehen.&nbsp;</p><p>Ihre Großmutter erkrankte an Krebs, als Pecka noch in der Schule war. „Zu der Zeit wurde Krebs in Bolivien für gewöhnlich mit Operationen oder Chemotherapie behandelt“, erinnert sie sich. „Ich entdeckte die Strahlentherapie und dachte, diese Therapieform könnte für unser Land sehr nützlich sein.“ Um mehr über diese Behandlungsmöglichkeit herauszufinden und ihren beruflichen Weg fortzusetzen, zog Pecka zunächst für ihre Promotion nach Italien und im Anschluss weiter nach Deutschland und in die Schweiz, um bei Siemens Healthineers im Geschäftsbereich Varian in verschiedenen Rollen, von der physikalischen Assistenz über das Ausschreibungsmanagement bis hin zum Produktmarketing, an der Weiterentwicklung der <a href="https://www.varian.com/de/products/proton-therapy" target="_blank">Protonentherapie</a> mitzuwirken.</p>
Im Laufe ihrer Karriere hat sie nicht nur Anwendungsschulungen in mehr als 40 Krankenhäusern überall in Europa durchgeführt, sondern auch aus erster Hand den immensen Reichtum kultureller Vielfalt erleben dürfen. „Es geht darum, zu verstehen, wie andere Menschen leben, und dass nicht jeder so denkt, wie du selbst. Jeder Mensch, mit dem ich spreche, vermittelt mir eine andere Sichtweise. Je nachdem, wo du dich befindest, bleibt zwar die Lösung dieselbe, wird jedoch auf unterschiedliche Weise umgesetzt.“

Alejandra Pecka is smiling in the camera.

Der Dialog mit Menschen und das Erfahren neuer Kulturen sind Peckas zweite große Leidenschaft. Was sie jedoch am meisten beeindruckt, ist, dass alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen. „Ohne meine Arbeit hätte ich diese Seite der Welt nie kennengelernt. Ich hätte nie so viele Menschen getroffen oder so viele Dinge gelernt. Das alles bereichert mein Leben Tag für Tag aufs Neue.“
<p>Heute arbeitet Alejandra Pecka als Produktmarketingmanagerin für <a href="https://www.siemens-healthineers.com/radiotherapy/a-new-world-of-ct-simulation">CT in der Strahlentherapie</a>. Mit dem Ziel fest vor Augen hat sie ihre Karriere bis zu diesem Zeitpunkt immer äußerst konsequent verfolgt. „Noch als Studentin stand ich auf einer Konferenz das erste Mal an einem Stand von Varian und war schwer beeindruckt. Ich dachte, es müsste sicher schwierig sein, dort hineinzukommen. Letzten Endes selbst als Mitarbeiterin ein Teil des Unternehmens zu werden, war sicherlich der Höhepunkt meiner Karriere. Es gab mir das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Für manche Menschen mag das nichts Außergewöhnliches sein, aber für mich war es ein Meilenstein.“</p><p>Wenn Menschen sie heute auf ihre Laufbahn ansprechen, sagt sie schlicht: „Ich habe einfach mein Ding gemacht.“ Und ihre Reise ist noch längst nicht zu Ende. „Ich wollte noch mehr erreichen. Ich wollte weiterkommen und bin deshalb zurück auf die Universität, wo ich aktuell einen Masterstudiengang in Marken- und Marketingmanagement absolviere.“</p>

Von Lena Stauber

Lena Stauber ist Redakteurin in der Unternehmenskommunikation bei Siemens Healthineers. Das Team ist spezialisiert auf Themen rund um Gesundheit, Medizintechnik, Krankheitsbilder und Digitalisierung.