Tmax perfusion maps: Cone-Beam CT Perfusion on the left, compared to conventional CT Perfusion on the right.
Presseinformation

Siemens Healthineers und Cercare Medical kündigen Zusammenarbeit bei der Schlaganfallbehandlung mit Cone-Beam CT Perfusionsbildgebung an

Gemeinsame Presseinformation von Siemens Healthineers und Cercare Medical
Veröffentlicht am 27. Mai 2026
  • Cone-Beam-CT-Perfusionsbildgebung liefert zusätzliche Erkenntnisse für eine eindeutige Diagnose und präzise Behandlung von Schlaganfallpatienten 
  • Kooperation unterstützt die Vision eines rein angiographischen Ansatzes für die präzise und zeitnahe Schlaganfallversorgung 
  • Das Verfahren ermöglicht die unmittelbare Beurteilung der Gewebevitalität während und nach der Thrombektomie, um Komplikationen zu erkennen

Cercare Medical und Siemens Healthineers gaben heute eine weltweite Zusammenarbeit bekannt, um die Einführung der Cone-Beam-CT-Perfusionsbildgebung (CBCT-P) in der Akutversorgung von Schlaganfällen voranzutreiben. Dieses Verfahren ist in der Lage, den Blutfluss durch das Hirngewebe darzustellen und sichtbar zu machen, wie gut verschiedene Areale mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Cercare Medical Neurosuite (CMN), ein integriertes Portfolio fortschrittlicher, herstellerunabhängiger Bildgebungssoftwarelösungen für eine automatisierte, übergreifende Perfusionsanalyse, kann Daten aus Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Cone-Beam-CT verarbeiten. CBCT-P Daten werden auf Basis des Syngo DynaCT Multiphase Protokolls von Siemens Healthineers erzeugt, einem 3D-Aufnahmeprotokoll zur Erfassung von bis zu zehn CBCT-Angiographiephasen. 

Die Kombination dieser beiden Lösungen ermöglicht eine fortschrittliche Perfusions- und Stoffwechselbildgebung direkt im Interventionsraum und unterstützt die Diagnose, Triage und Behandlung von Schlaganfällen, ohne dass Patient*innen vom Behandlungsraum zu einem diagnostischen Bildgebungssystem transferiert werden müssen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, Arbeitsabläufe zu optimieren und die Zeit bis zum Behandlungsbeginn zu verkürzen, was ein entscheidender Faktor für den Therapieerfolg vor allem bei Schlaganfällen ist. 

Schlaganfälle sind nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Todesfälle und Behinderungen weltweit. Etwa jede*r vierte Erwachsene erleidet im Laufe seines Lebens einen Schlaganfall1. Da dabei jede Minute Millionen von Nervenzellen verloren gehen, ist eine schnelle und präzise Bildgebung für die Behandlungsentscheidung von entscheidender Bedeutung. Die Lösung ermöglicht eine unmittelbare Beurteilung der Gewebevitalität während und nach der Thrombektomie – einschließlich der Erkennung distaler Verschlüsse, mikrovaskulärer Störungen und des No-Reflow-Phänomens. Die CBCT-P-Bildgebung liefert mit Angiographiesystemen nahezu CT-ähnliche Perfusionskarten und bietet während der Intervention wichtige Erkenntnisse anhand konventioneller Perfusionsparameter und fortschrittlicher metabolischer Biomarker2

Die wissenschaftlichen Grundlagen der Lösung wurden in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Johannes Kaesmacher vom Inselspital der Universität Bern erarbeitet. Zusätzliche Projekte laufen derzeit an drei weiteren führenden Krankenhäusern. „Man kann nur behandeln, was man sehen kann. Die CBCT-P-Bildgebung liefert entscheidende Erkenntnisse direkt im Interventionsraum, wo Standard-Bildgebungsverfahren wie CT oder MRT nicht sofort verfügbar sind“, so Prof. Kaesmacher. „Das erleichtert eine bildgestützte Entscheidungsfindung in Echtzeit in der akuten Behandlungsphase. Dazu gehört die Beurteilung von Restverschlüssen, No-Reflow-Phänomenen und Komplikationen sowie die Vorhersage der Lebensfähigkeit des Hirngewebes und des klinischen Ergebnisses.“ 

Henrik Andersen, Chief Commercial Officer bei Cercare Medical, sagte: „Diese Zusammenarbeit ermöglicht uns, die Nutzung der Perfusionsbildgebung weltweit auszuweiten. Mit unserer eigenständigen Cercare Medical Neurosuite eröffnen wir Möglichkeiten zum Einsatz einer reinen Perfusionsbildgebung und bieten gleichzeitig Schlaganfallzentren die Flexibilität, auf eine hochentwickelte Entscheidungshilfe direkt im Interventionsraum zurückzugreifen.“ 

Carsten Bertram, Leiter Advanced Therapies bei Siemens Healthineers, fügte hinzu: „Durch die Kombination der fortschrittlichen Perfusionssoftware von Cercare mit unserer Syngo DynaCT-Technologie bieten wir eine umfassende Lösung, die Kliniker bei der Versorgung ihrer Patienten über den gesamten Behandlungspfad hinweg unterstützt. Gemeinsam setzen wir einen neuen Standard in der interventionellen Schlaganfallversorgung.“ 

Weitere Informationen zur interventionellen Neuroradiologie finden Sie hier (auf Englisch): https://www.siemens-healthineers.com/angio/interventional-radiology/clinical-specialities/neuroradiology

Tmax perfusion maps: Cone-Beam CT Perfusion on the left, compared to conventional CT Perfusion on the right.
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Siemens Healthineers 2026

Siemens Healthineers leistet Pionierarbeit im Gesundheitswesen. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig. Das Unternehmen ist ein weltweiter Anbieter von Geräten, Lösungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Siemens Healthineers ist in mehr als 180 Ländern aktiv und in mehr als 70 Ländern direkt vertreten. Der Konzern besteht aus der Siemens Healthineers AG, gelistet in Frankfurt am Main unter SHL, und ihren Tochtergesellschaften. Als ein führendes Medizintechnikunternehmen setzt sich Siemens Healthineers dafür ein, den Zugang zu medizinischer Versorgung für unterversorgte Bevölkerungsgruppen weltweit zu verbessern und die schwerwiegendsten Krankheiten zu überwinden. Das Unternehmen ist vor allem in den Bereichen der Bildgebung, Diagnostik, Krebsbehandlung und minimalinvasiven Therapien tätig, ergänzt durch digitale Technologie und künstliche Intelligenz. Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, hatte Siemens Healthineers rund 74.000 Beschäftigte weltweit und erzielte einen Umsatz von rund 23,4 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie unter siemens-healthineers.com.