AI-powered MyEmbolization Guide clearly shows the targeted tumor and differentiates feeder from non-feeder vessels to facilitate finding the optimal treatment position.
Presseinformation

Siemens Healthineers präsentiert neue Angiographiesysteme mit KI, um die präzise Embolisation von Leberkrebs zu unterstützen

European Congress of Radiology (ECR) 2026, Austria Center Vienna, Halle X5 #513
Veröffentlicht am 4. März 2026

Nicht zur Veröffentlichung in den USA 

  • Neueste Innovation in der interventionellen Radiologie 
  • Automatisierte Bewegungsreduktion für detaillierte 3D-Visualisierung von Gefäßen und Geräten wie Kathetern 
  • KI-gesteuerte Planung für eine präzise Behandlung von Leberkrebspatientinnen und -patienten

Auf dem diesjährigen Europäischen Radiologiekongress stellt Siemens Healthineers seine neueste Innovation im Bereich der interventionellen Radiologie vor: Die neuen Angiographie-Plattformen Artis genio, Artis icono.explore1 und Artis icono.vision nutzen künstliche Intelligenz2, um die präzise Embolisation zur Behandlung von Leberkrebs zu unterstützen. Zu den Funktionen gehören die automatisierte Bewegungskorrektur von dreidimensionalen Cone-Beam-Computertomographie-(CBCT)-Datensätzen, Software für eine präzise Planung und Navigation sowie die neue Optiq AI Bildkette für eine höhere Bildqualität bei gleicher Dosis. 

Die Embolisation ist eine wesentliche Form der Krebsbehandlung, da sie die Tumorlast reduziert, Symptome lindert und sehr gezielt eingesetzt werden kann. Das Verfahren, bei dem interventionelle Radiologinnen und Radiologen die Blutversorgung zu einem Tumor blockieren oder Medikamente nur an die versorgenden Gefäße des Tumors abgeben, wird minimalinvasiv durchgeführt. Bildführung gewährleistet dabei eine präzise Katheter-Navigation und Visualisierung in Echtzeit. Geeignete Patient*innen profitieren von weniger Nebenwirkungen als bei systemischen Behandlungen wie Chemotherapie. Aber Embolisationen sind zugleich auch komplex und erfordern eine hochgradig personalisierte Planung und Präzision – was in Zeiten wachsender Patientenzahlen und einer sinkenden Anzahl an klinischem Personal eine Herausforderung darstellt. Vor diesem Hintergrund hat Siemens Healthineers seine neuesten Angiographie-Systeme Artis genio, Artis icono.explore und vision mit KI-gestützten Anwendungen ausgestattet. 

Da Embolisationen eine hochdetaillierte Bildgebung erfordern, um Entscheidungen zu treffen, hat Siemens Healthineers die vollautomatisierte Software Syngo DynaCT MORE zur Bewegungsreduktion entwickelt. Der Einsatz von 3D-Bildverarbeitungstechniken wie DynaCT zusammen mit 2D-Bildgebung verbessert die manuelle Bewertung anatomischer Informationen und bietet eine verlässliche Grundlage für fortschrittliche 3D-Planungs- und Navigationswerkzeuge. Doch die 3D-Bildgebung von Thorax und Abdomen kann durch Bewegungsartefakte beeinträchtigt werden, die durch pulsierende Gefäße, Herzschlag oder Atmung von Patient*innen verursacht werden. Das führt zu unscharfen Bildern und macht Details weniger sichtbar. Syngo DynaCT MORE ermöglicht durch iterative Bildrekonstruktion eine konsistente räumliche Anpassung hochkontrastiger Strukturen wie Gefäßen und Geräten in Projektionsbildern, ohne dabei anatomische Informationen zu verlieren. 

DynaCT-Datensätze, die zuvor aufgrund von Patientenbewegungen nicht nutzbar waren, können wiederhergestellt werden, was den Bedarf an wiederholten Aufnahmen reduzieren kann. 

Um die Effizienz des klinischen Arbeitsablaufs zu steigern, hat Siemens Healthineers den KI-basierten myEmbolization Guide für seine neuen Systeme entwickelt. Dieser automatisiert manuelle Aufgaben und unterstützt die Entscheidungsfindung. Der Algorithmus hinter myEmbolization Guide wurde organspezifisch trainiert, sodass interventionelle Radiologinnen und Radiologen beim Start der Planungs- und Führungssoftware aus einem Leber-, Prostata- oder einem flexiblen allgemeinen Arbeitsablauf wählen können. Der Leberworkflow bietet eine präzise dreidimensionale Tumorkonturierung mit einer klaren Zielabbildung des Tumors und der Möglichkeit, eine über den Tumor hinausgehende konsistente Behandlungszone in 3D zu wählen. Die umfassende Gefäßkarte für Leber- und Prostata unterscheidet deutlich zwischen tumorversorgenden und anderen Gefäßen, was eine sichere Planung und präzise Navigation im Interventionsraum ermöglicht. Dies gilt auch bei der Behandlung der gutartigen Prostatahyperplasie, einer nicht krebsartigen Vergrößerung der Prostata, durch eine Prostataarterienembolisation. 

Das neue Portfolio von Artis-Systemen ist außerdem mit der Bildverarbeitungskette Optiq AI ausgestattet. Während des Bildverarbeitungsschritts reduziert ein KI-basierter Algorithmus in Echtzeit das Rauschen, das durch Röntgenstreueffekte und das Bildgebungssystem während der Bilderzeugung (wie etwa Rauschen von Elektronik) entsteht. Dieses Entrauschen kommt bei verschiedenen zweidimensionalen Bildgebungsmodi zum Einsatz, für bessere Bildqualität bei gleicher Dosis. 

Eine intuitive Benutzeroberfläche unterstützt die Effizienz des Arbeitsablaufs, führt die Nutzer durch alle Schritte und unterstützt die Interaktion zwischen Kontroll- und Untersuchungsraum. 

„Interventionelle Radiologie erfordert Präzision, und unser neues Artis-Portfolio bedeutet einen Sprung hin zu wirklich personalisierter Therapie für Krebspatienten“, sagte Carsten Bertram, Leiter Advanced Therapies bei Siemens Healthineers. „Mit künstlicher Intelligenz als Schlüsselfaktor wollen wir medizinisches Personal befähigen, mehr Patienten effektiver zu behandeln." 

Prof. Dr. med. Frank K. Wacker, Präsident der DeGIR (Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie) ergänzte: „Jede Orientierungshilfe im Arbeitsablauf verbessert das Lernerlebnis, das wir unseren Assistenzärzten bieten können, erheblich. Außerdem reduziert sie Fehler, und ich denke, Standardisierung trägt wesentlich dazu bei, eine verlässliche Patientenversorgung sicherzustellen.“

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Siemens Healthineers 2026

Siemens Healthineers leistet Pionierarbeit im Gesundheitswesen. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig. Das Unternehmen ist ein weltweiter Anbieter von Geräten, Lösungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Siemens Healthineers ist in mehr als 180 Ländern aktiv und in mehr als 70 Ländern direkt vertreten. Der Konzern besteht aus der Siemens Healthineers AG, gelistet in Frankfurt am Main unter SHL, und ihren Tochtergesellschaften. Als ein führendes Medizintechnikunternehmen setzt sich Siemens Healthineers dafür ein, den Zugang zu medizinischer Versorgung für unterversorgte Bevölkerungsgruppen weltweit zu verbessern und die schwerwiegendsten Krankheiten zu überwinden. Das Unternehmen ist vor allem in den Bereichen der Bildgebung, Diagnostik, Krebsbehandlung und minimalinvasiven Therapien tätig, ergänzt durch digitale Technologie und künstliche Intelligenz. Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, hatte Siemens Healthineers rund 74.000 Beschäftigte weltweit und erzielte einen Umsatz von rund 23,4 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie unter siemens-healthineers.com.