Siemens Healthineers Receives ARPA-H Funding of up to $31M to Advance Remote Endovascular Robotics for Acute Stroke Treatment
Presseinformation

Siemens Healthineers erhält von US-Bundesbehörde Fördermittel in Höhe von 31 Millionen US-Dollar für die Weiterentwicklung der endovaskulären Robotik zur Fernbehandlung akuter Schlaganfälle

Veröffentlicht am 20. August 2026
  • Neue Technologie könnte eine autonome Fernbehandlung akuter ischämischer Schlaganfälle durch mechanische Thrombektomie ermöglichen, ohne dass eine direkte menschliche Steuerung erforderlich ist 
  • Autonome robotergestützte Behandlungen aus der Ferne1 könnten dazu beitragen, geeigneten Patientinnen und Patienten schneller die richtige Behandlung zukommen zu lassen 

Siemens Healthineers erhält über einen Zeitraum von fünf Jahren Fördermittel in Höhe von bis zu 31,1 Millionen US-Dollar (26,8 Millionen Euro) von der US-Bundesbehörde Advanced Research Projects Agency for Health, kurz ARPA-H, um die Entwicklung autonomer endovaskulärer Robotik für Behandlungen aus der Ferne1 voranzutreiben. Diese Technologie soll es Robotersystemen ermöglichen, akute ischämische Schlaganfälle mittels mechanischer Thrombektomie über große Distanzen hinweg und ohne direkte menschliche Steuerung zu behandeln2. Siemens Healthineers wird über die Laufzeit des Projekts 5,4 Millionen US-Dollar (4,7 Millionen Euro) als Kostenbeteiligung beisteuern, wodurch sich die Gesamtinvestition in die Entwicklung autonomer ferngesteuerter endovaskulärer Robotik auf bis zu 36,5 Millionen US-Dollar (31,5 Millionen Euro) beläuft. 

Die mechanische Thrombektomie ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem ein Blutgerinnsel aus einem verstopften Blutgefäß im Gehirn entfernt wird, um nach einem akuten ischämischen Schlaganfall den Blutfluss wiederherzustellen. Bei rechtzeitiger Durchführung kann diese Form der Therapie die Behandlungsergebnisse der Betroffenen erheblich verbessern und das Risiko einer langfristigen Behinderung verringern. Allerdings wird das Verfahren meist nur in speziellen Schlaganfallzentren angeboten – was bedeutet, dass große Teile der Bevölkerung keinen Zugang dazu haben, und pro Jahr schätzungsweise nur 12 % der 335.000 in Frage kommenden Schlaganfallpatienten in den USA eine mechanische Thrombektomie erhalten2. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hingegen lebt mehr als eine Stunde von einer Klinik entfernt, die Thrombektomien durchführen kann. Da die Behandlung äußerst zeitkritisch ist, erhöht jede Verzögerung das Risiko einer langfristigen Behinderung oder eines tödlichen Verlaufs und verursacht gleichzeitig höhere Gesundheitskosten. 

„Ein frühzeitiger Zugang zur richtigen Behandlung ist für Schlaganfallpatienten von entscheidender Bedeutung. Durch die Integration von Robotik, Bildgebung, Medizinprodukten und künstlicher Intelligenz wollen wir die Art und Weise, wie endovaskuläre Therapien durchgeführt werden, verändern – und so für einen besseren Zugang und mehr Präzision über verschiedene Versorgungseinrichtungen hinweg sorgen“, sagte Philipp Fischer, Leiter des Bereichs Advanced Therapies bei Siemens Healthineers. „Die ARPA-H-Förderung ist ein großer Schritt zur Weiterentwicklung autonomer endovaskulärer Robotik für die Fernbehandlung, die Patienten weltweit zugutekommen könnte.“ 

Im Rahmen des Förderprojekts fungiert Stryker als Partner, was die strategische Partnerschaft der beiden Unternehmen weiter ausbaut. Diese wurde im Jahr 2025 mit dem Ziel geschlossen, Innovationen im Bereich robotergestützter neurovaskulärer Interventionen voranzutreiben.3 Jim Marucci, Leiter der Neurovascular-Sparte von Stryker, sagte: „Die Förderung stellt einen wichtigen Meilenstein in unserer Zusammenarbeit mit Siemens Healthineers dar und unterstreicht unser gemeinsames Engagement, die neurovaskuläre Versorgung durch Innovationen voranzubringen. Gemeinsam entwickeln wir Technologien, die Hürden beim Zugang zur Behandlung überwinden und eine moderne Schlaganfallversorgung für mehr Patienten in mehr Regionen zugänglich machen sollen.“ 

Die Förderung ist Teil des ARPA-H-Programms „Autonomous Interventions and Robotics“ (AIR) unter der Leitung von Programmmanagerin Ileana Hancu, Ph.D., und steht im Einklang mit der Vision von Siemens Healthineers, medizinisches Fachpersonal dabei zu unterstützen, personalisierte Versorgung innovativ zu gestalten, operative Exzellenz zu erreichen und das Versorgungssystem zu transformieren.

Weitere Informationen zum Thema Endovaskuläre Robotik finden Sie hier: https://www.siemens-healthineers.com/endovascular-robotics (Englisch).

Mehr Informationen zur Partnerschaft von Siemens Healthineers und Stryker: https://www.siemens-healthineers.com/deu/press/releases/stryker-partnership.

1
2
3

Siemens Healthineers 2026

Siemens Healthineers leistet Pionierarbeit im Gesundheitswesen. Für jeden Menschen. Überall. Nachhaltig. Das Unternehmen ist ein weltweiter Anbieter von Geräten, Lösungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Siemens Healthineers ist in mehr als 180 Ländern aktiv und in mehr als 70 Ländern direkt vertreten. Der Konzern besteht aus der Siemens Healthineers AG, gelistet in Frankfurt am Main unter SHL, und ihren Tochtergesellschaften. Als ein führendes Medizintechnikunternehmen setzt sich Siemens Healthineers dafür ein, den Zugang zu medizinischer Versorgung für unterversorgte Bevölkerungsgruppen weltweit zu verbessern und die schwerwiegendsten Krankheiten zu überwinden. Das Unternehmen ist vor allem in den Bereichen der Bildgebung, Diagnostik, Krebsbehandlung und minimalinvasiven Therapien tätig, ergänzt durch digitale Technologie und künstliche Intelligenz. Im Geschäftsjahr 2025, das am 30. September 2025 endete, hatte Siemens Healthineers rund 74.000 Beschäftigte weltweit und erzielte einen Umsatz von rund 23,4 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie unter siemens-healthineers.com.