- Forschungs‑Assays sorgen für Gewissheit, ob Biomarker die Krankheitsbehandlung verbessern können
- Neue RUO‑Tests unterstützen Wissenschaftler dabei, neurologische Funktionen und Krankheitsverläufe besser zu verstehen
- Gemeinsame Forschungsprojekte laufen, um wissenschaftliche Erkenntnisse in anwendbare Evidenz zu überführen
Siemens Healthineers gab heute bekannt, dass das Angebot für die Forschung zur Gehirngesundheit erweitert wird: Die vollautomatisierten Assays Atellica IM Phosphorylated tau 217 (pTau217) und Atellica IM Brain Derived Tau (BDTau) sind nun für Forschungszwecke verfügbar1. Weltweit werden jedes Jahr nahezu 10 Millionen neue Demenzfälle diagnostiziert2. Die Alzheimer‑Krankheit ist die häufigste Form und macht 60–70 Prozent der Fälle aus – und betrifft im weiteren Verlauf noch weit mehr Menschen, da sie zunehmend beeinträchtigt sind und auf Unterstützung angewiesen sind3.
Die Bluttests von Siemens Healthineers bieten Forscherinnen und Forschern chemilumineszente Immunoassays zur quantitativen Messung von phosphoryliertem tau 217 (p‑tau217) und Brain Derived Tau (BD‑tau) und werden auf den weit verbreiteten Atellica Solution IM‑ und Atellica CI‑Analysensystemen durchgeführt. Blutbasierte Biomarker‑Tests sind weniger invasiv als Tests mit Liquorentnahme, die eine Lumbalpunktion erfordern.
„Siemens Healthineers konzentriert sich intensiv darauf, Forscherinnen und Forschern Zugang zu Bluttests zu ermöglichen, die den Aufwand invasiver Testmethoden reduzieren. So können wir diese Erkrankungen besser verstehen und die wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen neurodegenerativer Krankheiten adressieren“, sagte Jim Freeman, Leiter Core Laboratory Solutions R&D für Diagnostics bei Siemens Healthineers. „Unser Atellica IM‑System ermöglicht die hohe Sensitivität, die nötig ist, um neurologische Biomarker im Blut nachzuweisen.“
„Das Engineering hinter Analysegeräten ist entscheidend, um jene Signale zu verstärken, die wir für zuverlässige Ergebnisse aus Bluttests benötigen“, sagte Henrik Zetterberg, MD, PhD, ein international renommierter Neurowissenschaftler und Pionier der Alzheimer‑Biomarker‑Forschung. „Bluttests sind sowohl für Patientinnen als auch für Ärztinnen wesentlich einfacher – man kann sie skalieren, Patienten nachverfolgen oder möglicherweise eine Biomarker‑Palette aufbauen.“
Beitrag zur wissenschaftlichen Innovation
Siemens Healthineers ist an mehreren Forschungskooperationen beteiligt, um die frühere Erkennung und Charakterisierung neurologischer Erkrankungen mittels p‑tau217 und BD‑tau voranzutreiben3-5. Besonders hervorzuheben sind multikohortale Studien mit PREDICTOM, ACCESS‑AD und dem Banner Sun Health Research Institute.
„Wir schätzen die Zusammenarbeit mit führenden Diagnostikunternehmen sehr, um den Kampf gegen Alzheimer voranzutreiben – dies ist ein hervorragendes Beispiel“, sagte Nicholas Ashton, PhD, Senior Director des Fluid Biomarker Program am Banner Sun Health Research Institute in Arizona. „Wir arbeiten daran, den klinischen Nutzen des p‑tau217‑Plasmabiomarkers über verschiedene Patientengruppen hinweg zu validieren, um die Früherkennung der Alzheimer‑Krankheit zu verbessern. Unsere bisherigen Ergebnisse unterstützen das Potenzial dieses Biomarkers in der klinischen Anwendung. Wir freuen uns darauf, diese Forschung weiter voranzutreiben.“
Weitere Biomarker zur Gehirngesundheit
Neben den Atellica IM pTau217‑ und Atellica IM BDTau RUO‑Assays bietet Siemens Healthineers auch einen Neurofilament‑Leichtketten‑Assay (CE‑gekennzeichnet)6 an, der hilft, das Risiko zukünftiger Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose vorherzusagen. Zudem wird an weiteren Biomarkern geforscht, darunter Apolipoprotein E‑ε4 (ApoE‑ε4), ein Protein, das eine Rolle im Fettstoffwechsel spielt und als Subtyp bei Alzheimer‑ und Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen relevant ist. Forscherinnen und Forscher können sich über neue Angebote hier auf dem Laufenden halten.