Presseinformation

Neu registrierte Studie vergleicht diagnostische Genauigkeit von kontrastfreier Flachdetektor- und Mehrschicht-CT

Veröffentlicht am July 20, 2022
<p><br></p><ul><li><strong>Multi-Center Studie SPINNERS initiiert von Prof. Marios-Nikos Psychogios und Dr. Adam S. Arthur<br></strong></li><li><strong>Positiver klinischer Nachweis kann One-Stop-Management-Ansatz bei ischämischem Schlaganfall unterstützen<br></strong></li></ul><p><br></p><p>SPINNERS steht als Abkürzung für „ProSPective evaluation of the dIagnostic accuracy of siNe spiN non-contrast flat-dEtectoR CT (FDCT) for the detection of intracranial hemorrhage in Stroke patients“. Dabei handelt es sich um eine Multi-Center Studie, die von Prof. Marios-Nikos Psychogios vom Universitätsspital Basel, Schweiz, und Dr. Adam S. Arthur, University of Tennessee Health Sciences Center and Semmes-Murphey Clinic, Memphis, USA, ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die diagnostische Genauigkeit von syngo DynaCT SineSpin mit Flachdetektor CT (FDCT) zur Erkennung intrakranieller Blutungen bei Schlaganfall-Patienten im Vergleich zu Mehrschicht CT zu ermitteln.</p><p>Wenn die Studie zeigt, dass die kontrastfreie FDCT-Bildgebung der Mehrschicht-CT nicht unterlegen ist, wird dies den One-Stop-Management-Ansatz stützen, um die Schlaganfalldiagnose und daraus folgend auch die Behandlung und das Therapie-Ergebnis für Patient*innen mit akutem ischämischem Schlaganfall zu verbessern. Dann erfolgen sowohl die Bildgebung zur Diagnose von LVO als auch die anschließende Thrombektomie direkt im Angiographielabor mit Hilfe der Flat-Detector CT<sup>1</sup>.</p><p>Schlaganfall ist eine der Hauptursachen für Mortalität und Behinderung weltweit. Ursache dafür können Durchblutungsstörungen (ischämischer Hirninfarkt) oder Blutungen in das Gehirn (hämorrhagischer Schlaganfall) sein. Um diese Erkrankungszustände – die unterschiedliche Behandlungen erfordern – klinisch zu differenzieren, gilt derzeit eine Computertomographie des Kopfes ohne Kontrastmittelgabe als technisch am weitesten fortgeschrittene Lösung.</p><p>Nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) werden rund 80 Prozent aller Schlaganfälle durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) verursacht<sup>2</sup>, das heißt, es sind ischämische Hirninfarkte. Die Entfernung des Thrombus durch mechanische Thrombektomie wurde nach der Veröffentlichung von fünf großen Studien<sup>3,4</sup> zum Goldstandard für die Behandlung eines akuten ischämischen Schlaganfalls aufgrund von Großgefäßverschlüssen (LVO, large-vessel occlusion). Dieser minimalinvasive Eingriff mit Katheter muss zum frühest möglichen Zeitpunkt von einem Neurointerventionalisten durchgeführt werden – gemäß dem Konzept „Zeit ist Hirn”. Allerdings erfolgt die Thrombektomie aus verschiedenen Gründen häufig nicht innerhalb des idealen Zeitfensters <sup>5,6</sup>. Eine Möglichkeit, die Zeitspanne bis zur Behandlung erheblich zu verkürzen, ist die Implementierung eines One-Stop-Management-Ansatzes bei schweren Schlaganfällen, zum Beispiel mit einem NIHSS<sup>7</sup>-Wert von mehr als 9.</p><p>Eine der größten Hürden für eine großflächige Implementierung des One-Stop-Management-Ansatzes war bisher, dass noch nicht ausreichend klinische Nachweise vorlagen, die eine sichere Unterscheidbarkeit zwischen ischämischem und hämorrhagischem Schlaganfall durch FDCT belegen. Artefakte und verminderte Bildqualität in der Nähe der Schädelbasis schränkten den Einsatz von FDCT als Triage-Tool bei früheren Angiographiegeräte-Generationen ein.</p><p>Mit Hilfe der SPINNERS-Studie wollen die Initiatoren herausfinden, ob die kontrastfreie FDCT-Bildgebung mit syngo DynaCT Sine Spin (einem neuartigen Protokoll für die Bildgebung, welches für das Artis icono Angiographiesystem verfügbar ist) im Vergleich zur kontrastfreien MDCT bei der Erkennung intrakranieller Blutungen unterlegen ist.</p><p>Hauptverantwortliche für die Durchführung der Studie SPINNERS sind Prof. Marios-Nikos Psychogios, Leiter der diagnostischen und interventionelle Neuroradiologie, Universitätsspital Basel, Schweiz, und Dr. Adam S. Arthur, Leiter Neurochirurgie am University of Tennessee Health Sciences Center und der Semmes-Murphey Clinic, Memphis, USA. Die Multi-Center-Studie wird an ungefähr 12 Kliniken in der Schweiz, Österreich und den USA durchgeführt werden, und soll 252 Patient*innen einschließen. Die SPINNERS Studie wird durch Siemens Healthineers gefördert.</p><p>Die SPINNERS-Studie ist unter ClinicalTrials.gov registriert: <a href="https://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT05458908?term=05458908&draw=2&rank=1" target="_blank">https://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT05458908?term=05458908&amp;draw=2&amp;rank=1</a></p>
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Siemens Healthineers 2022 DE

Siemens Healthineers AG (gelistet in Frankfurt a.M. unter SHL) leistet Pionierarbeit im Gesundheitswesen. Für jeden Menschen. Überall. Als eines der führenden Unternehmen der Medizintechnik mit Hauptsitz in Erlangen entwickelt Siemens Healthineers mit seinen Regionalgesellschaften sein Produkt- und Dienstleistungsportfolio kontinuierlich weiter, mit KI-gestützten Anwendungen und digitalen Angeboten, die in der nächsten Generation der Medizintechnik eine immer wichtigere Rolle spielen. Diese neuen Anwendungen werden das Unternehmen in der In-vitro-Diagnostik, der bildgestützten Therapie, der In-vivo-Diagnostik und der innovativen Krebsbehandlung weiter stärken. Siemens Healthineers bietet auch eine Reihe von Dienstleistungen und Lösungen an, um die Fähigkeit der Gesundheitsdienstleister zu verbessern, eine qualitativ hochwertige und effiziente Versorgung zu bieten. Im Geschäftsjahr 2021, das am 30. September 2021 endete, erzielte Siemens Healthineers mit seinen rund 66.000 Beschäftigten weltweit ein Umsatzvolumen von 18,0 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT von 3,1 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie unter www.siemens-healthineers.com.