MAGNETOM Free.Max - Starke Bilder für starke Menschen

MAGNETOM Free.Max: Starke Bilder für starke Menschen

Jeder Mensch ist einzigartig – darum ist das Standarddesign bei bildgebenden Systemen nicht für alle passend. Ein Patient von besonderem Format ist Raffael Gordzielik, der auch „German Godzilla“ genannt wird und bereits drei Mal zum stärksten Mann Deutschlands gekürt wurde.

27.04.2022
Wenn sich die stärksten Männer Deutschlands treffen, um den absoluten Champion unter sich auszumachen, dann müssen die Veranstalter der „Strongman“- Wettkämpfe einiges Material bereithalten. Die Athleten möchten nämlich unter anderem klären, wer einen Radladerreifen so oft wie möglich aufstellen und wieder umstürzen kann, wer beim Truck Pull einen Lkw am weitesten an einem Seil hinter sich zieht oder wer beim Hercules Hold zwei auf einer Rampe stehende Autos durch reine Griffkraft möglichst lang am Wegrollen hindern kann.
Baumstamm heben – Raffael Gordzielik

(Bildquelle: GFSA)

Reifen drehen – Raffael Gordzielik

(Bildquelle: GFSA)

Gewicht 400 kg – Raffael Gordzielik

(Bildquelle: GFSA)

Raffael Gordzielik – amtierender stärkster Mann Deutschlands
Raffael Gordzielik – „German Godzilla“ & amtierender stärkster Mann Deutschlands

Schon drei Mal hat Raffael Gordzielik es geschafft, seine Kontrahenten in diesen Disziplinen hinter sich zu lassen und den Titel „Deutscher Meister Strongman“ mit nach Hause zu nehmen. Als Kraftsportler hält er außerdem den deutschen Rekord im Kreuzheben. Um den zu knacken, hat Gordzielik eine auf dem Boden liegende 400-Kilo-Hantel aus einer vorn übergebeugten Köperposition hochgehoben.
Und wer die Leistung eines Athleten von diesem Format mit eigenen Augen sieht, versteht schnell, dass ein „Strongman“ wie jeder Spitzensportler einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt ist: auf Bänder, Sehnen und Gelenke wirken ständig Extrembelastungen. Und immer wieder fordert das harte Training seinen Tribut

Raffael Gordzielik im MRT Gerät MAGNETOM Free.Max
Raffael Gordzielik im MAGNETOM Free.Max mit einer Geräteöffnung von 80 cm.
Wenn Kraftsportler wie Raffael Gordzielik sich verletzten und eine exakte Diagnose erhalten wollten, dann gab es lange Zeit überall auf der Welt ein Problem: aufgrund eines zu geringen Röhrenquerschnitts war es kaum möglich, besonders muskulöse Menschen einer MRT-Untersuchung zuzuführen. Raffael Gordzielik beispielsweise ist zwei Meter groß, wiegt rund 170 Kilo und hat einen Oberarmumfang von 55 Zentimetern. Die Öffnung einer gängigen MRT-Röhre war schlicht zu eng für den starken Mann. Und auch viele übergewichtige Menschen hatten bisher keinen Zugang zu dieser Diagnostik.
Besonders drastisch erlebt Raffael Gordzielik den limitierten Zugang zur MRT in einer Notfallsituation: Der Familienvater war gemeinsam mit seinen beiden Töchtern mit dem Auto von der Straße abgekommen und sein Auto überschlug sich. Weil er versuchte, seine kleine Tochter festzuhalten, wirkten dabei enorme Fliehkräfte auf seine Oberarmmuskulatur. Die Kinder blieben unverletzt – aber Raffael Gordzielik spürte gleich nach dem Aufprall einen verdächtig stechenden Schmerz in der Brust.
Mathias Ritsch - Verbandsarzt der Strong Man GFSA - MRT Gerät MAGNETOM Free.Max
Orthopäde Mathias Ritsch betont, wie wichtig bildgebende Diagnoseverfahren für die Athleten im Kraftsport sind.

Orthopäde Mathias Ritsch ist Verbandsarzt der Strong Man GFSA1 (German Federation of Strength Athletes). Bei Wettkämpfen steht er am Rand der Arenen und ist für die Athleten jederzeit ansprechbar. Auch direkt nach dem Unfall war Mathias Ritsch ein wichtiger Berater für den Kraftsportler: „Seiner Ansicht nach wäre eine Untersuchung der schmerzenden Stelle im MRT ideal gewesen. Aber in der Klinik, in der ich versorgt wurde, gab es kein System, in dessen Röhrenöffnung ich hineingepasst hätte“, erinnert sich Gordzielik an sein Bemühen um eine Diagnose.
Eine so schnelle Befundung mit Hilfe von MRT-Bildern hätte für den Sportprofi in dieser Situation die Diagnose sichern können. So musste sich der Verletzte zunächst auf die Tastuntersuchung seines Arztes und das eigene Körpergefühl verlassen.

„Mir war schon klar, dass mir eine längere Trainingspause bevorstand“, erinnert sich Raffael Gordzielik. Experte Mathias Ritsch bestätigte aus seiner Erfahrung heraus den Verdacht, dass der Brustmuskel gerissen sein könnte und erarbeitete gemeinsam mit dem damals amtierenden stärksten Mann Deutschlands die passenden Therapie- und Rehabilitationsmaßnahmen. Schritt für Schritt kämpfte der Athlet sich zurück an die Weltspitze. Erst einige Zeit nach dem Unfall wurden endlich klinische Bilder vom Schulterbereich des „German Godzilla“ gemacht – im MAGNETOM Free.Max. Dadurch erlangte er die Gewissheit, dass der Unfall keine langfristigen Folgen für ihn hatte und alle ergriffenen Therapiemaßnahmen passend waren.
MAGNETOM Free.Max hält, was der Name verspricht: Mit 80 cm ist die Geräteöffnung die bisher größte eines Ganzkörper-MRT im Markt – das bringt maximale Bewegungsfreiheit auch für Menschen mit üppigen Körpermaßen.
Simon Amthor – MTRA - MRT Gerät MAGNETOM Free.Max
MTRA Simon Amthor weiß um den Komfort, den das MAGNETOM Free.Max bietet.
MTRA Simon Amthor – selbst Bodybuilder – weiß: „Den Komfort, der hier gegeben ist, kannten wir bislang nicht.“ Auch besonders muskulöse oder adipöse Patienten finden genug Platz in diesem System. Und auch die Lagerung ist für das Fachpersonal ganz einfach zu bewerkstelligen. Simon Amthor: „Die passende Geräteeinstellung für jeden Patienten gelingt quasi auf Knopfdruck – egal wie groß der Patient ist. Das ist ein enormer Vorteil für uns.“

Orthopäde Mathias Ritsch staunte, als ihm die Bilder aus dem MRT vorgelegt wurden, denn nachdem der gerissene Brustmuskel verheilt war, gab es nun gute Nachrichten zu überbringen: „Auf den Bildern war zu sehen, in welchem Zustand die Rotatorenmanschette ist, wie die lange Bizepssehne beschaffen ist und ob es Knorpelveränderungen gibt. Weil das MAGNETOM Free.Max durch die Kombination aus digitalen Technologien und der neuen Feldstärke von 0,55 Tesla aus einem geringeren Eingangssignal hochaufgelöste Bilder erzeugen kann, war die Schulter des leidenschaftlichen Athleten ganz deutlich zu sehen und zeigte sich insgesamt in einem sehr guten Zustand. Mathias Ritsch konnte grünes Licht für die nächsten Wettbewerbe geben. Inzwischen ist die Unfallverletzung vollständig ausgeheilt und der dreimalige „Deutscher Meister Strongman“ plant sein Comeback: „Ich will mir den vierten Titel als stärkster Mann Deutschlands holen!“

Mehr Informationen

Wussten Sie, dass?

Der Scanner ist mit einem Gewicht von etwas über drei Tonnen einer der leichtesten Ganzkörper-MRT-Scanner, den Siemens Healthineers je gebaut hat. Dafür wurde die DryCool Technologie entwickelt, die zur Kühlung weniger als einen Liter flüssiges Helium benötigt. Zuvor waren mehrere hundert Liter des Edelgases zur Kühlung nötig.

Patienteninfo

MAGNETOM Free.Max ist an den folgenden Standorten in Deutschland verfügbar:

Radiologisches Institut 
Universitätsklinikum Erlangen
Maximiliansplatz 3 
91054 Erlangen Telefonnummer: 09131 / 85-35050 (Anmeldung Radiologie)

Radiologische Praxis (BAG Radiologie-Onkologie) 
Niemeyerstraße 23 
06110 Halle (Saale) 
Telefonnummer: 0345 / 61400

Johannes Wesling Klinikum 
Hans-Nolte-Straße 1 
32429 Minden 
Telefonnummer: 0571 / 7 90 46 01

Dr. Neumaier MVZ GmbH 
Bahnhofstraße 24 
93047 Regensburg 
Telefonnummer: 0941 / 595 88-0

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