N Latex Cystatin C AssayAssay zur Früherkennung einer Nierenfunktionsstörung

Eine Nierenerkrankung schreitet meist unbemerkt fort, weil eine Niereninsuffizienz keine Schmerzen verursacht. Daher wird eine chronische Niereninsuffizienz bei vielen Patienten erst dann diagnostiziert, wenn Symptome eines fortgeschrittenen Krankheitsstadiums auftreten. In einem frühen Stadium sind Labortests die effizienteste Methode mit der höchsten Sensitivität, um eine verminderte Nierenfunktion nachzuweisen.1

Cystatin C weist im Vergleich zu Serumkreatinin eine höhere Sensitivität in Bezug auf Nierenfunktionsstörungen auf, insbesondere in einem frühen Krankheitsstadium mit einer typischerweise nur leicht verminderten glomerulären Filtrationsrate (GFR).

Der N Latex Cystatin C Assay:

  • ist sowohl für Serum- als auch für Plasmaproben geeignet,
  • zeichnet sich durch eine hohe Genauigkeit aus (Gesamt-VK < 5 %),
  • ist auf Atellica® NEPH 6302, BN™ II und BN ProSpec® Systemen einsetzbar.
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Eigenschaften & Vorteile

Cystatin C ist ein nicht glykiertes, niedermolekulares (13 kDA) Protein, das von allen kernhaltigen Zellen synthetisiert wird. Es wird in einer konstanten Geschwindigkeit produziert, die durch ein Haushaltsgen reguliert wird.3 Cystatin C wird im Glomerulus frei filtriert. Es findet weder eine tubuläre Sekretion noch eine extrarenale Ausscheidung statt. Außerdem wirken sich weder die Muskelmasse noch die Ernährung, das Geschlecht oder Entzündungen auf die Cystatin C-Konzentration aus.

Die Relevanz der Bestimmung der Cystatin C-Konzentration zur Diagnose einer chronischen Niereninsuffizienz (Chronic Kidney Disease, CKD) wird in den internationalen KDIGO-Richtlinien (Kidney Disease Improving Global Outcomes) berücksichtigt.4

Keine tubuläre Sekretion; auch im Kreatinin-blinden Bereich sensitiv3

  • Höhere Sensitivität in einem frühen Krankheitsstadium

Unabhängig von Alter, Geschlecht und Muskelmasse3

  • Konstantes Verhältnis zwischen Cystatin C und GFR ab einem Alter von 1 Jahr
  • Ein Referenzbereich: 0,62–1,11 mg/l für Kinder und Erwachsene im Alter von 1 bis 78 Jahren
  • Sensitiver Nachweis einer sinkenden GFR mit zunehmendem Alter
  • Zuverlässig auch bei Patienten mit Spina bifida, Lähmungen, Amputationen etc.

Starke Korrelation mit GFR-Referenzmethoden3; hohe Korrelation mit einem Rückgang der GFR

  • Hohe Zuverlässigkeit und Genauigkeit

Höhere Sensitivität im Vergleich zu Kreatinin bei Patienten, die unter einer Leberkrankung leiden5 oder Kreatinin einnehmen. Cystatin C-Werte können durch eine hochdosierte Steroidtherapie oder eine Schilddrüsenfehlfunktion beeinflusst werden.

Keine analytischen Interferenzen bekannt

Technische Details

Testverfahren

Latexverstärkte Immunnephelometrie

Probentyp

Serum, Li-Heparin-Plasma

Probenvolumen

30 ul

Zeit bis zum ersten Ergebnis

6 Minuten

Erste Verdünnungsstufe

1 : 100 (automatische Verdünnung)

Standard-Verdünnungsstufen

1 : 20 bis 1 : 640 (automatische Verdünnung)

Initialer Messbereich

0,27–9,4 mg/l

Mindest-Messbereich

0,06–1,9 mg/l

Referenzbereich

0,62–1,11 mg/l

Antigenüberschusssicherheit

kein Hook-Effekt bis 42,91 mg/l

Reagenzienstabilität im System

5 Tage bei je 8 Stunden (BN™ II System)
4 Wochen (BN ProSpec® und Atellica® NEPH 630 System2)

Standardisierung

ERM-DA471/IFCC

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