N Latex CDT Assay

Hochspezifisches Screening-Verfahren zum Nachweis von chronischem Alkoholabusus

Der N Latex CDT Assay zur Verwendung auf BN™ II und BN ProSpec® Systemen ist ein hochspezifisches Screening-Verfahren zum Nachweis von Alkoholabusus. Der CDT-Wert fällt je nach konsumierter Alkoholmenge höher oder niedriger aus. So ergeben sich eine ganze Reihe unterschiedlicher Anwendungsgebiete, wie z. B. die differenzialdiagnostische Abgrenzung alkoholbedingter Erkrankungen von nicht-alkoholbedingten Erkrankungen, rechtliche Anwendungsgebiete (z. B. Wiederaushändigung der Fahrerlaubnis), die Durchführung von Tests am Arbeitsplatz oder die forensische Toxikologie.

  • Vollautomatischer Immunoassay ohne Vorbehandlungsschritte
  • Hochspezifische monoklonale Antikörper für den direkten CDT-Nachweis
  • Automatische CDT-Berechnung in % durch parallele CDT- und Transferrintests
  • Schnelle Ergebnisse – innerhalb von 20 Minuten (gesamte Testdauer)
  • Random-Access-Funktion
  • Zuverlässige Ergebnisse – ausgezeichnete labor-, system- und chargenübergreifende Rückführbarkeit
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Eigenschaften & Vorteile

Kohlenhydratdefizientes Transferrin (CDT) zählt zu den hochspezifischen Markern für den Nachweis von übermäßigem Alkoholkonsum und die Abstinenzkontrolle im Rahmen einer ambulanten Therapie.

Regelmäßiger Alkoholkonsum von mehr als 50–80 g Ethanol pro Tag über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen kann das Glykosylierungsmuster von Transferrin verändern und die Anzahl von Isoformen erhöhen, denen eine oder beide gesamte Kohlenhydratketten fehlen. Diese Isoformen (Disialo- und Asialotransferrin) werden zusammenfassend als kohlenhydratdefizientes Transferrin (CDT) bezeichnet (vgl. Abb. 1). Nach einer Alkoholabstinenz von etwa 2–4 Wochen bewegen sich die CDT-Konzentrationen üblicherweise wieder auf einem normalen Niveau.

CDT-Marker

Im Vergleich zu anderen Markern bietet CDT eine höhere Sensitivität und Spezifität:1,2

  • Die CDT-Werte werden scheinbar ausschließlich durch Lebererkrankungen beeinflusst, die auf Alkoholabusus zurückzuführen sind (mit Ausnahme von biliärer Zirrhose sowie chronisch-aktiver Hepatitis).
  • Weit verbreitete chronische Erkrankungen oder häufig verabreichte Medikamente haben keine Auswirkung auf die CDT-Testergebnisse.
  • CDT lässt zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt Rückschlüsse auf die Wirksamkeit einer Alkoholentgiftung zu als beispielsweise Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT) oder das mittlere Zellvolumen der Erythrozyten (MCV).

Auf der Basis eines angenommenen Cut-off-Wertes in Höhe eines CDT-Anteils von 2,5 % lassen die mit N Latex CDT auf BN™ Systemen ermittelten Testergebnisse eine Spezifität von 97 % und eine Sensitivität von 93 % im Vergleich zu den mit HPLC gemessenen CDT-Anteilen in % erkennen.3

Technische Spezifikationen

Testverfahren

Latexverstärkte Immunnephelometrie

Probentyp

Humanserum

Zeit bis zum ersten Ergebnis

18 Minuten

Referenzbereich

28,1–76 mg/l (1,19–2,47 % CDT)4

Initialer Messbereich

20–660 mg/l

Stabilität bereits geöffneter Reagenzien

2 Wochen beim BN ProSpec® System,
3 Tage (bzw. 6 Tage mit Verdunstungsschutz) beim BN™ II System

Kalibrationsintervall

2 Wochen

Präzision

Reproduzierbarkeit: < 4,5 %
innerhalb einer Analysenserie: < 2,0 %

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