Mehr Präzision, mehr Performance, mehr Patientenfreundlichkeit

24.05.2019

Mit der Erstinstallation eines MAGNETOM Altea stellt die Radiologie am Klinikum St. Georg in Leipzig die Weichen für die breite klinische Anwendung hochmoderner MRT – dank schneller Untersuchungen, effizienter Workflows und einer möglichst positiven Patientenerfahrung. Für diese Anforderungen bietet das 1,5T-System mit Open Bore genau die richtige Balance zwischen Durchsatz und Patientenkomfort sowie neuester Technologie und Finanzierbarkeit.

Die Radiologie am Klinikum St. Georg in Leipzig ist ein hervorragendes Beispiel für die aktuellen Herausforderungen der Magnetresonanztomographie. Mit dem Schwerpunkt des Klinikums bei onkologischen Fragestellungen liegt ein besonderer Fokus der Radiologie auf hochpräziser und standardisierter MRT-Bildgebung. Andererseits muss angesichts der alternden Bevölkerung ein immer größerer Anteil an Senioren versorgt werden. Hinzu kommt die Kinderradiologie, die ebenso wie die Neuroradiologie in die Klinik für Radiologie integriert ist. Kurz gesagt: Am Klinikum St. Georg muss ein extrem breites Spektrum an Patienten aller Altersstufen versorgt werden, inklusive der fetalen Diagnostik. „Außerdem ist es im Kernspin allgemein zu einem Anstieg der Untersuchungen gekommen, speziell bei Fragestellungen, die früher meist im CT gelandet wären“, erklärt Prof. Dr. med. Arnd-Oliver Schäfer, Chefarzt der Klinik für Radiologie am Klinikum St. Georg. „Mit wachsenden Leistungszahlen in der MRT liegt die Herausforderung in der optimalen Taktung der Untersuchungen und natürlich in der Integration von intubierten oder sedierten Patienten.“ Um diese Herausforderungen zu meistern, war für die Klinik eine Ergänzung des MRT-Geräteparks wichtig. „Wir verfügen über ein MAGNETOM Prisma. Das ist ein Topsystem, das exzellente Bilder macht, aber es hat einen engen und langen Tunnel. Da ist immer die Frage, was machen wir mit den adipösen und alten Patienten, was mit den Kindern. Deshalb brauchten wir ein System, das eine größere Öffnung hat, großen Durchsatz schafft und finanziell gut realisierbar ist. Das MAGNETOM Altea bietet hier genau die richtige Balance“, so Schäfer.

Die Entscheidung für das MAGNETOM Altea fiel umso leichter, weil die Radiologie schon bei der Installation des MAGNETOM Prisma im März 2018 sehr positive Erfahrungen mit Siemens Healthineers gemacht hatte. „Auch dieses Mal hat Siemens Healthineers die Bauphase in den Räumlichkeiten während des laufenden Betriebs in nur vier Wochen realisiert. Ich muss sagen, das ist begeisternd schnell und reibungslos gelaufen“, betont Schäfer. Beim Umbau wurde auch darauf geachtet, die Räume freundlicher zu gestalten, um den Patienten die Angst vor der Untersuchung zu nehmen. Auch die Einarbeitung und Optimierungsphase ging schnell über die Bühne. Dabei hebt Schäfer wieder die enge und positive Zusammenarbeit mit Siemens Healthineers hervor: „Es war sehr hilfreich, dass einige Spezialisten aus der Applikation und Forschung zugeschaltet waren, die mit uns die Sequenzen und Abläufe optimiert haben. Und obwohl es die erste weltweite Installation war, lief das System von Anfang an ohne Ausfälle oder Stillstände.“

Insbesondere die neuen GO-Technologien kommen bei den MTRA hervorragend an, wie Schäfer bestätigt: „Sie konnten sich sehr schnell auf die neue Bedienoberfläche umstellen und arbeiten jetzt schon gerne mit dem neuen System. Das ist immer ein guter Hinweis auf eine gelungene Lösung. Und ich finde es sehr überzeugend, wie die Technologien mit dem Post-Processing ineinandergreifen. Sobald es möglich ist, wollen wir unbedingt auch unser Prisma auf diese Oberfläche holen.“ Da ein entsprechendes Upgrade auf dem diesjährigen ECR angekündigt wurde, wird dieser Wunsch schon 2021 in Erfüllung gehen.

3D VIBE water excitation, SD: 0,4 mm und Medic, SD: 2 mm am MAGNETOM ALTEA. Optimierte Beurteilung von Knorpel und Discus ulnocarpalis - Mit freundlicher Genehmigung des Klinikums St. Georg, Leipzig<br />
3D VIBE water excitation, SD: 0,4 mm und Medic, SD: 2 mm am MAGNETOM ALTEA. Optimierte Beurteilung von Knorpel und Discus ulnocarpalis

Mit freundlicher Genehmigung des Klinikums St. Georg, Leipzig

Auch die BioMatrix-Technologie sieht Schäfer als einen entscheidenden Zugewinn. „Am deutlichsten ist der Vorteil durch BioMatrix beim aktiven CoilShim an der Kopfspule, aber wir sehen die Verbesserung in der Bildqualität auch durch den Atemsensor im Tisch. Insbesondere bei Kopf und Wirbelsäule liefert das MAGNETOM Altea exzellente Aufnahmen, die sich kaum noch von einem 3T-System unterscheiden.“ Weil durch die BioMatrix-Technologien die Artefakte reduziert werden, können am Klinikum St. Georg nun auch Patienten erfolgreich mit MRT untersucht werden, die früher abgelehnt werden mussten, weil durch die enge Untersuchungstaktung keine Rescans möglich waren. Eine entscheidende Rolle für die Erweiterung des Patientenspektrums spielen auch die Beschleunigungstechniken der Turbo Suite, insbesondere natürlich Compressed Sensing. Das ist in Leipzig zwar noch nicht installiert, aber Schäfer hat schon klare Vorstellungen, wo er die Beschleunigung verstärkt einsetzen will: „Ich sehe ein großes Anwendungsspektrum im Abdomen-Bereich. Wenn die Patienten hier nicht mehr die Luft anhalten müssen, können wir wirklich punkten. Und worauf ich mich besonders freue, ist die native Becken-Bein-Angiographie. Ich habe das schon an mehreren Fällen getestet und sehe keine relevanten Unterschiede zur Kontrastmittel-Angiographie. Es ist fantastisch, dass wir jetzt eine native MRT-Screening-Methode für diesen Bereich haben.“

Prof. Dr. Arnd-Oliver SchäferChefarzt der Klinik für Radiologie Klinikum St. Georg, Leipzig

Mit der Ergänzung des MRT-Geräteparks durch das MAGNETOM Altea konnte das Klinikum St. Georg seine Position als eines der führenden Krankenhäuser der Region wesentlich stärken, wie Schäfer bestätigt: „Wir sind nicht die Universität, aber jetzt haben wir wirklich eine sehr hochrangige Ausstattung. Und je besser das Equipment, desto genauer die Aussagen, die wir treffen können. Und je besser die Diagnostik, umso nachgefragter ist man. Nehmen wir etwa die Handuntersuchungen mit der VIBE-Sequenz. Die Auflösung im Submillimeterbereich finden Zuweiser natürlich spannend und das zieht Patienten an. Wenn dann die Befundqualität noch stimmt, dann muss man sich nicht um Zulauf sorgen.“ Und auch für das Gewinnen und Halten von qualifiziertem Personal sind moderne Topsysteme ein enormer Vorteil. „Automatisierungen wie durch Dot-Engines oder die GO-Technologien sind im Workflow eine große Erleichterung, gerade für die MTRA“, so Schäfer.

Zusätzlich zur Installation des MAGNETOM Altea hat sich das Klinikum St. Georg für die planmäßigen Systemupdates des Evolve- Programms entschieden. Die Gründe dafür nennt Schäfer: „Im Takt der technologischen Entwicklung zu bleiben ist natürlich hervorragend, aber es entstehen dadurch auch zusätzliche Kosten. Es war für mich eine große Freude, dass unsere Geschäftsführung den Stellenwert der Radiologie richtig einschätzt und den Weitblick hatte, das mitzutragen.“ Ein Teil der zukünftigen Entwicklung wird sicher in Richtung stärkerer Quantifizierung gehen, für die mit den schnellen Rechnern des MAGNETOM Altea bereits der Grundstein gelegt ist. „Momentan haben wir teilweise noch ein Problem mit der Akzeptanz seitens der klinischen Disziplinen. Aber wir haben ja schon bei der Diffusion gesehen, wie es plötzlich niemand mehr missen wollte, um die Aggressivität eines Tumors besser einzuschätzen zu können. Die Perfusion wird dagegen noch nicht so angenommen, aber das wird sich ebenfalls durchsetzen“, so Schäfer. Bis zum Ende der CUT-Phase des neuen Systems im Mai haben Schäfer und sein Team noch eine Reihe von Ergänzungen und Optimierungen im Blick. „Wo ich noch Potenzial sehe, ist im Bereich der Elastographie und zwar besonders bei der objektiven und nicht-invasiven Darstellung des Fibrosierungsgrads einer Leberzirrhose. Da sehe ich einen großen Markt, um die unterschiedlichen Progressionen zu erkennen und die Therapie entsprechend abzustimmen.“