Nachhaltigkeit trifft WirtschaftlichkeitWie die Sana Kliniken AG standortübergreifend in ihre Systeme investiert

02.04.2026

Schonender Umgang mit Ressourcen: Die Sana Kliniken AG setzt auf nachhaltige Technologien von Siemens Healthineers – von Refurbishment bis zu innovativen Neusystemen.

Die Sana Kliniken AG betreibt rund 50 Kliniken in Deutschland. Für den führenden integrierten Gesundheitsdienstleister stellt sich zunehmend die Frage, wie sich moderne Medizintechnik wirtschaftlich betreiben lässt, ohne den Ressourcenverbrauch weiter zu erhöhen. Seit mehreren Jahren arbeitet die Sana Kliniken AG dabei eng mit Siemens Healthineers zusammen – sowohl bei Neusystemen als auch bei aufgearbeiteten Anlagen.

Die Zusammenarbeit zwischen Sana und Siemens Healthineers ist langfristig angelegt und umfasst unterschiedliche Standorte und Fachbereiche. Neben klassischen Neuinvestitionen setzt die Klinikgruppe gezielt auf aufgearbeitete Systeme aus dem ecoline-Portfolio des Technologiepartners.

Dirk Franke

Für die Sana Kliniken AG ist der Ressourceneinsatz eng mit Versorgungssicherheit und Qualitätsanspruch verbunden. Dr. Clemens Jüttner, Chief Sustainability Officer (CSO) des Verbundes, betont die Prioritäten im Klinikbetrieb: „Unsere Hauptaufgabe ist es, die hochwertige Versorgung unserer Patientinnen und Patienten sicherzustellen“, so Jüttner. „Der Einsatz von ressourcensparenden ecoline-Systemen empfiehlt sich, da die Technik ,State of the Art‘ ist. Dabei ist für uns der garantierte Neugeräte-Standard entscheidend.“

Neben dem Einsatz aufgearbeiteter Systeme investiert Sana aber auch gezielt in neue Technologien, wenn sie zusätzliche klinische oder betriebliche Vorteile bieten. Ein Beispiel ist die Installation eines MAGNETOM Free.Max am Standort Sommerfeld, einem MRT-System der neuen Generation mit reduziertem Energiebedarf im Betrieb und einer besonders großen Tunnelöffnung. Für die Klinik war dabei ausschlaggebend, dass sich technische Innovation, Energieeffizienz und Versorgungsqualität miteinander verbinden lassen. Die Entwicklung des Systems wurde mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten ausgezeichnet.

Dr. Clemens Jüttner

Besonders deutlich wird der Nutzen im klinischen Alltag. Im Herzkatheterlabor am Standort Lichtenberg wurde ein aufgearbeitetes Biplane-Angiographiesystem installiert. „Mit der installierten Anlage sind wir wieder auf dem neuesten Stand der Technik – bei deutlich optimierter Bildqualität und reduzierter Strahlendosis für unsere Patientinnen und Patienten“, erläutert Prof. Dr. med. Fabian Knebel, Chefarzt der Kardiologie. Neben diesen Faktoren spielt für Knebel und sein Team vor allem die funktionale Integration eine zentrale Rolle. Denn im klinischen Alltag kommen in einem Herzkatheterlabor heute unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, darunter IVUS- und OCT-Messungen sowie druckdrahtbasierte Methoden wie FFR, iFR und RFR, die inzwischen zur Standarddiagnostik bei Koronarstenosen gehören.

Für das Team in Lichtenberg bedeutet die Arbeit mit dem Angiographiesystem aus dem ecoline-Portfolio mehr diagnostische Sicherheit für die Patient*innen bei einer gleichzeitig spürbaren Entlastung im Arbeitsalltag. „Für viele war es ein Moment, in dem die Arbeit mit der neuen Anlage wieder richtig Freude gemacht hat“, stellt Knebel fest.

Prof. Dr. med. Fabian Knebel
Teambild Sana Klinikum Hof
Team der Diagnostischen und Interventionelle Radiologie mit Chefarzt Prof. Boris Radeleff (5. v. l. sitzend) und Geschäftsführer Daniel Busch (5.v.r) © Sana Klinikum Hof

Neben dem klinischen Nutzen sind natürlich auch wirtschaftliche Aspekte entscheidend. Melanie John, Cluster-Geschäftsführerin für Sana Oberfranken, verantwortet mehrere Kliniken und MVZ-Praxen. „Wir betrachten Investitionen immer über den gesamten Lebenszyklus“, sagt sie. Was bedeutet das konkret? John erläutert exemplarisch, dass am Standort Coburg ein Angiographiesystem und im Sana Klinikum Hof ein MRT sowie ein CT aus dem ecoline-Portfolio installiert wurden. Die Investitionskosten lagen dabei rund 15 bis 20 Prozent unter vergleichbaren Neugeräten. Hinzu kommen Effekte im laufenden Betrieb. Energiemanagement-Funktionen können Stand-by-Phasen optimieren und Startzeiten steuern, was den Energiebedarf im Alltag reduziert.

Neue Gerätequalität, reduziertes Budget – dafür gibt es das ecoline-Portfolio von Siemens Healthineers. Die aufgearbeiteten MRT-, CT-, Angiographie-, Mammographie- und Molekularbildgebungssysteme durchlaufen denselben zertifizierten Prüfprozess wie Neugeräte. Für Kliniken bedeutet das: verlässliche Technologieplanung, weniger Investitionsrisiko und smarter eingesetztes Budget, ohne Kompromisse bei der Qualität. Hier erfahren Sie mehr über die ecoline-Systeme.

„Unser Modell zahlt auf mehreren Ebenen ein: auf eine solide Wirtschaftsbasis, eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie und eine hochwertige Versorgung zum Wohle unsere Patientinnen und Patienten, die von schnellen und zuverlässigen Ergebnissen profitieren“, so Managerin John. Sie beobachtet zudem, dass Nachhaltigkeit auch im Wettbewerb um Fachkräfte eine Rolle spielt.

Melanie John

Für Melanie John ist der Übergang zu effizienter Technologie Teil eines größeren Prozesses: „Nachhaltigkeit bedeutet, als Unternehmen zukunftsfähig zu sein. Dazu gehört auch, langjährig gewachsene Partnerschaften mit Herstellern wie Siemens Healthineers zu pflegen, die uns technologisch und strategisch weiterbringen.“

Für die Sana Kliniken AG steht im Vordergrund, Investitionen in Bildgebung und interventionelle Systeme so zu planen, dass Versorgungssicherheit, klinische Leistungsfähigkeit und wirtschaftlicher Betrieb zusammenpassen. Die Erfahrungen aus den Standorten zeigen den Verantwortlichen, dass sich aufgearbeitete Systeme und Neuinvestitionen sinnvoll kombinieren lassen, wenn neben den Anforderungen an die Qualität auch Prozesse und Lebenszyklusbetrachtung klar definiert sind.