TORCH-Assays und infektionsdiagnostische Spezialtests
Siemens Healthineers verfügt über TORCH-Assays und infektionsdiagnostische Spezialtests für eine optimale Pränatal- und Intensivversorgung

TORCH-Assays und infektionsdiagnostische Spezialtests
 
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TORCH
TORCH ist eine Abkürzung für eine Gruppe von Infektionserregern, die bei gesunden Personen behandelbare Krankheiten mit einem leichteren Verlauf auslösen können, im Fall einer Erkrankung während der Schwangerschaft jedoch schwerwiegende Schädigungen verursachen und sogar zum Tod des Fötus führen können. Daher sind sowohl die Erkennung von Infektionskrankheiten bei Schwangeren als auch die Verlaufskontrolle im Fall eines positiven Nachweises für die behandelnden Ärzte von entscheidender Bedeutung. Das Wissen über diese Gruppe von Erkrankungen kann Ärzte dabei unterstützen, Patientinnen in Bezug auf die Vermeidung von Infektionen zu beraten und die Auswirkungen auf den Fötus im Fall einer Ansteckung zu begrenzen.

Die Abkürzung TORCH setzt sich aus folgenden Begriffen zusammen:


Spezielle Infektionskrankheiten
Siemens Healthineers verfügt über infektionsdiagnostische Spezialparameter*, um Labore im Bereich kritischer und weit verbreiteter Infektionskrankheiten zu unterstützen und Ärzte bei wichtigen Entscheidungen eine Orientierungshilfe zu bieten. Wir bieten ein stetig wachsendes Menü an infektionsdiagnostischen Spezialtests, das sich wie folgt zusammensetzt:

  • Epstein-Barr-Virus (EBV) VCA IgG
  • Epstein-Barr-Virus (EBV) VCA IgM
  • Epstein-Barr-Virus (EBV) EBNA IgG
  • H. pylori IgG


Siemens Healthineers verfügt über TORCH-Assays und infektionsdiagnostische Spezialtests zur Verwendung auf den Atellica® IM Analysesystemen, ADVIA Centaur® Immunoassay-Systemen und IMMULITE® Immunoassay-Systemen.
 


Erfahren Sie mehr über TORCH

Das Wissen über diese Gruppe von Erkrankungen kann Ärzte dabei unterstützen, ihre Patientinnen in Bezug auf die Vermeidung von Infektionen zu beraten und die Auswirkungen auf den Fötus im Fall einer Ansteckung zu begrenzen.

Die Anamnese und das Vorliegen von Risikofaktoren dienen als Orientierungshilfe für die Durchführung von TORCH-Tests bei Schwangeren und Müttern. Diese Tests werden meist im ersten Schwangerschaftsdrittel durchgeführt.


Erfahren Sie mehr über Toxoplasma

Bei gesunden Personen lässt sich eine Toxoplasmose im Fall einer frühzeitigen Diagnose wirksam behandeln.

Toxoplasma gondii (T. gondii) ist ein intrazelluläres parasitäres Protozoon, das als Parasit bei Vögeln und Säugetieren auftritt, wobei Katzen als Hauptwirt fungieren. Die Übertragung der Infektion erfolgt in den meisten Fällen durch den Verzehr von rohem oder nicht durchgegartem Fleisch, in dem sich Zysten befinden, oder durch den Kontakt mit Katzenkot, der mit Oozysten verunreinigt ist. Klimatische Bedingungen, Ernährungsgewohnheiten und die Anwesenheit von Katzen wirken sich auf die Prävalenz von T. gondii aus, die je nach Wohnsitz und Alter der Patientin stark variieren kann.1

Vorteile des ADVIA Centaur Toxoplasma IgG und IgM Assays

  • Nachweis von Toxoplasma-IgG- und -IgM-Antikörpern auf einem Random-Access-System
  • Konsolidierung von TORCH- und Routinetests auf einem System – für mehr Produktivität im Labor
  • Automatisierung manueller TORCH-Tests zur Reduzierung der Bedienereingriffe und Steigerung der Effizienz

Toxoplasma IgG und IgM Assays sind auch für die Verwendung auf IMMULITE Systemen erhältlich.


Erfahren Sie mehr über "sonstige" Infektionen

Zu den sonstigen Infektionen können Erkrankungen wie AIDS gehören.

Das "O" in der Abkürzung TORCH steht für "sonstige" (engl. "other") Infektionen. Dazu gehören Infektionskrankheiten, die vertikal übertragen werden und den sich entwickelnden Fötus schädigen können.


Erfahren Sie mehr über das Rötelnvirus (Rubella)

Eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft kann für den sich entwickelnden Fötus gefährlich sein und das kongenitale Rötelnsyndrom (CRS) auslösen.

Das Rötelnvirus gehört zur Familie der Togaviridae. Primärinfektionen sind im Allgemeinen mit einer milden Symptomatik assoziiert, wie schwachem Ausschlag, leichtem Fieber und einer Lymphadenopathie. Primärinfektionen während der Schwangerschaft können allerdings transplazental auf den Fötus übergehen und zu dessen Tod führen oder das kongenitale Rötelnsyndrom (CRS) auslösen. Im ersten Schwangerschaftsdrittel ist das Risiko einer fetalen Infektion am höchsten. Bei Neugeborenen mit CRS kann es zu einem verminderten Geburtsgewicht, Taubheit, Augenkrankheiten, einer geistigen Unterentwicklung und Herzfehlern kommen.1

Vorteile des ADVIA Centaur Rubella IgG und IgM Assays

  • Nachweis von Rubella-IgG- und -IgM-Antikörpern mit einer hohen Sensitivität und Spezifität auf einem Random-Access-System
  • Konsolidierung von TORCH- und Routinetests auf einem System – für mehr Produktivität im Labor
  • Automatisierung manueller TORCH-Tests zur Reduzierung der Bedienereingriffe und Steigerung der Effizienz


Rubella IgG und IgM Assays sind auch für die Verwendung auf IMMULITE Systemen erhältlich.


Erfahren Sie mehr über das Cytomegalievirus (CMV)

Säuglinge können sich während der Geburt oder über die Muttermilch mit dem CMV infizieren und unterliegen dem Risiko einer perinatalen CMV-Infektion.

Das Cytomegalievirus (CMV) gehört zur Familie der Herpesviren (Herpesviridae) und ist weltweit verbreitet. Personen aller Altersgruppen können sich anstecken, die Infektion erfolgt durch sexuellen Kontakt, den direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten, Blutübertragungen und Organtransplantationen. Nach einer Infektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper der infizierten Person. Bei gesunden Personen verläuft eine CMV-Infektion meist asymptomatisch.

Zu den Anzeichen einer kongenitalen CMV-Infektion gehören Frühgeburten, Leber-, Lungen- und Milzprobleme, eine geringe Geburtsgröße, ein kleiner Kopf (Mikrozephalie) und Krampfanfälle. Zu den langfristigen Gesundheitsschäden können ein Gehörverlust, eine Erblindung, eine Intelligenzminderung und Muskelschwäche gehören.4

Vorteile des IMMULITE CMV IgG und IgM Assays

  • Nachweis von CMV-IgG- und -IgM-Antikörpern mit einer hohen Sensitivität und Spezifität auf einem Random-Access-System
  • Konsolidierung von TORCH- und Routinetests auf einem System – für mehr Produktivität im Labor
  • Automatisierung manueller TORCH-Tests zur Reduzierung der Bedienereingriffe und Steigerung der Effizienz

Erfahren Sie mehr über das Herpesvirus (HSV)

Eine typspezifische Diagnose kann als Hilfestellung für die Dauer und Dosierung einer antiviralen Therapie dienen.

Das Herpes-simplex-Virus (HSV) verursacht akute und rezidivierende Infektionen, die meist subklinisch verlaufen.2 Es kann bei Neugeborenen und immunsupprimierten Patienten jedoch generalisierte und tödliche Infektionen auslösen. Serologisch lassen sich zwei HSV-Typen unterscheiden: Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) und Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2).3

Die ADVIA Centaur Herpes-1 IgG (HSV1) und Herpes-2 IgG (HSV2) typenspezifischen Assays sind nun für die Diagnose von Herpesinfektionen erhältlich.

Vorteile des ADVIA Centaur HSV1 und HSV2 Assays

  • Nachweis HSV-1- oder HSV-2-spezifischer IgG-Antikörper mithilfe rekombinanter, typenspezifischer Glykoproteine
  • Konsolidierung von TORCH- und Routinetests auf einem System – für mehr Produktivität im Labor
  • Automatisierung manueller TORCH-Tests zur Reduzierung der Bedienereingriffe und Steigerung der Effizienz

Der kombinierte Herpes 1 und 2 IgG Assay ist für die Verwendung auf IMMULITE Systemen erhältlich.


Erfahren Sie mehr über das Epstein-Barr-Virus (EBV)

Das EBV ist der klassische Auslöser der infektiösen Mononukleose (auch Pfeiffersches Drüsenfieber genannt) und wird im Allgemeinen oral über infizierten Speichel übertragen.

Das Epstein-Barr-Virus (EBV) gehört zur Familie der Herpesviren. Es ist ein weltweit verbreiteter Krankheitserreger und führt typischerweise zur infektiösen Mononukleose (syn. Pfeiffersches Drüsenfieber).4 Die infektiöse Mononukleose wird meist anhand des Auftretens der charakteristischen Symptome Halsentzündung, Lymphadenopathie und Fieber diagnostiziert, verbunden mit einem positiven heterophilen Antikörpertest und einem charakteristischen hämatologischen Bild einer Lymphozytose (> 50 %), bei der mind. 10 % der Lymphozyten als atypisch identifiziert werden.5

Das EBV wird im Allgemeinen über infizierten Speichel oral übertragen. Nach der Vermehrung in den Epithelzellen des Mundrachenraums (Oropharynx), infiziert das Virus selektiv B-Lymphozyten im peripheren Blut und anderen retikuloendothelialen Geweben. Das EBV steht in einem engen Zusammenhang mit verschiedenen Tumorerkrankungen beim Menschen, einschließlich endemischem Burkitt-Lymphom, Nasopharynxkarzinom, Hodgkin-Lymphom und B-Zell-Lymphome sowie Leiomyosarkome bei Empfängern von Spenderorganen und Patienten mit einer Immunschwäche.6

Das EBV-Portfolio von Siemens Healthineers zur Verwendung auf den IMMULITE® 2000 und IMMULITE® 2000 XPi Systemen umfasst folgende Assays:*

  • Epstein-Barr Virus (EBV) VCA IgG Assay
  • Epstein-Barr Virus (EBV) VCA IgM Assay
  • Epstein-Barr Virus (EBV) EBNA IgG Assay

Erfahren Sie mehr über Helicobacter pylori (H. pylori)

Etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung sind mit H. pylori infiziert, die Infektion lässt sich jedoch mit einer geeigneten Antibiotikatherapie behandeln.

Helicobacter pylori (H. pylori) ist ein gramnegatives Bakterium, das für mehr als 90 % aller Zwölffingerdarmgeschwüre und für bis zu 80 % aller Magengeschwüre verantwortlich ist. Bei den meisten Personen verläuft eine Infektion mit H. pylori ohne Symptome. H. pylori ist jedoch mit Gastritis und Zwölffingerdarm- sowie Magengeschwüren assoziiert. Infizierte Personen unterliegen im Vergleich zu nicht infizierten Personen einem erhöhten Risiko von Magenkrebs und MALT-Lymphomen (Schleimhaut-assoziierte Non-Hodgkin-Lymphome). Mithilfe einer geeigneten Antibiotika-Therapie kann bei den meisten Patienten eine Eradikation erreicht werden, mit einem vollständigen Abklingen der Entzündung und einer minimalen Wahrscheinlichkeit von Rezidivgeschwüren.7

Es gibt unterschiedliche Labormethoden zum Nachweis einer H. pylori-Infektion, einschließlich des H. pylori-Antigennachweises im Stuhl, des 13C-Harnstoff-Atemtests sowie der H. pylori-Serologie.

Siemens Healthineers verfügt über einen H. pylori IgG Assay zur Verwendung auf IMMULITE Systemen.


Erfahren Sie mehr über Syphilis

Eine unbehandelte Syphilis-Infektion kann zu schweren Komplikationen führen und dem Fötus im Fall einer vertikalen Übertragung während der Schwangerschaft lebensbedrohliche Schäden zufügen.

Syphilis ist ein Bestandteil des TORCH-Portfolios (und fällt unter die Kategorie "sonstige", engl. "other"). Syphilis ist eine sexuell übertragbare Infektion, die unbehandelt schwere Gesundheitsprobleme verursachen kann. Syphilis wird in mehrere Stadien unterteilt - primär, sekundär, latent und tertiär - die durch unterschiedliche Anzeichen, Symptome und diagnostische Merkmale gekennzeichnet sind.8

Die U.S. Preventive Services Task Force empfiehlt, folgende Gruppen auf Syphilis zu testen:

  • Alle schwangeren Frauen sollten bei ihrer ersten Vorsorgeuntersuchung vor der Geburt getestet werden. Bei besonders gefährdeten Frauen empfehlen viele Organisationen eine erneute serologische Untersuchung im dritten Trimester und zum Zeitpunkt der Geburt.
  • Personen, die einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, wie Prostituierte, Personen, die Sex gegen Drogen anbieten, Patienten mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (einschließlich HIV) sowie Partner von Personen mit aktiver Syphilis, sollten ebenfalls getestet werden.

Der ADVIA Centaur Syphilis Assay zeichnet sich durch eine hervorragende Testleistung aus

  • Schnelle Ergebnisse mit einem Treponema-Antikörper-Test, der sich durch eine hohe Präzision und Übereinstimmung mit einem vergleichbaren automatischen Syphilis-Assay auszeichnet
  • Erkennung richtig positiver Proben mit einer hohen Sensitivität und Reduzierung falsch positiver Ergebnisse durch eine hohe Spezifität
  • Konsolidierung von Syphilis-Tests und anderen in hoher Anzahl anfallenden immundiagnostischen, TORCH- und Routinetests auf einem einzigen System - für mehr Produktivität im Labor

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Verwandte Produkte, Dienstleistungen und Ressourcen

*Die Erhältlichkeit der Systeme und Assays ist von den zulassungsrechtlichen Anforderungen des jeweiligen Landes abhängig.
In den USA nicht im Handel erhältlich.
Für den ADVIA Centaur Zika Test liegt keine FDA-Zulassung bzw. -Freigabe vor. Der Test wurde von der FDA im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung (EUA, Emergency Use Authorization) zur ausschließlichen Diagnose von Infektionen mit dem Zika-Virus und keinen sonstigen Viren oder Erregern zugelassen. Die Genehmigung zur Durchführung dieses Tests gilt nur für die Dauer der Feststellung von Umständen, welche die Genehmigung einer notfallbedingten Verwendung in-vitro-diagnostischer Tests zum Nachweis des Zika-Virus bzw. zur Diagnose von Infektionen mit dem Zika-Virus gem. § 564(b)(1) des Gesetzes über Lebensmittel, Arzneimittel und Kosmetika, Titel 21 des United States Code (U.S.C.), § 360bbb-3(b)(1) rechtfertigen, es sei denn, die Genehmigung wird aufgehoben oder zuvor widerrufen.

Literatur:
1. Armstrong AS, Safford JW, Holbert DN, Mushahra IK. Congenital diseases of microbiological origin. In: Wood D, ed. The immunoassay handbook: applications. New York: Stockton Press; 1994:499-501.
2. Centers for Disease Control and Prevention. Genital Herpes—CDC Fact Sheet. http://www.cdc.gov/std/herpes/stdfact-herpes.htm. Aktualisiert am 19. Februar 2016. Abgerufen am 8. September 2016.
3. Wald A, Ashley-Morrow R. Serological testing for herpes simplex virus (HSV)-1 and HSV-2 infection. Clin Infect Dis. 2002;35(suppl 2):S173-S182.
4. Jenson HB, Baltimore RS. Infectious mononucleosis. Pediatric infectious diseases: principles and practice. Norwalk, Conn. Appleton & Lange, 1995: 565-76.
5. Henle W, Henle G. Epstein-Barr virus and infectious mononucleosis. In: Human herpesvirus infections: clinical aspects. New York: Marcel Dekker, 1982.

6. Gaffey MJ, Weiss LM. Association of Epstein-Barr virus with human neoplasia. Pathol Ann. 1992;27:55-74.
7. CDC Fact Sheet. https://www.cdc.gov/ulcer/files/hpfacts.pdf
8. https://www.cdc.gov/std/syphilis/stdfact-syphilis.htm
9. Musso D, Gubler DJ. Zika virus. Clin Microbiol Rev. 2016 Jul;29(3):487-524.
10. Petersen LR, Jamieson DJ, Powers AM, Honein MA. N Engl J Med. 2016 Apr 21;374(16):1552-63.

Die Produktverfügbarkeit/Spezifikationen können von Land zu Land variieren und unterliegen den jeweiligen regulativen Anforderungen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen Siemens Healthineers Mitarbeiter.