Ernährung bei Frauen

Women and Nutrition

Die Grundlage für eine gute Ernährung bei Frauen ist die adäquate, ausgewogene Aufnahme und Nutzung von Nährstoffen. Durch unzureichende oder übermässige Aufnahme von Proteinen, Energie und/oder Vitaminen kommt es zu Fehlernährung, woraus häufig Infektionen und Erkrankungen resultieren.1 Fehlernährung ist eine der grössten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit und leistet allein den grössten Beitrag zu den weltweiten Krankheiten.2

Die weltweite Belastung der Frauen durch Fehlernährung1
Die Bedeutung von Nahrungsmitteln und Ernährung für die menschliche Entwicklung wird sowohl in Ländern mit hohem Einkommen anerkannt als auch in solchen mit mittlerem bis niedrigem Einkommen. Fehlernährung bedeutet in all seinen Formen eine nicht tolerable Belastung sowohl für das nationale Gesundheitssystem als auch für das gesamte kulturelle, soziale und ökonomische Netzwerk von Nationen, ausserdem stellt sie das grösste Hindernis für die Entfaltung des menschlichen Potentials dar. Eine Investition in die Ernährung von Frauen ist somit wirtschaftlich sinnvoll, da sie Gesundheitskosten reduziert, die Produktivität und das Wirtschaftswachstum verbessert und Bildung, intellektuelle Fähigkeiten sowie soziale Entwicklung für gegenwärtige und zukünftige Generationen fördert.

  • In vielen Entwicklungsländern ist die maternale Unterernährung weit verbreitet und führt zu schlechter Fetalentwicklung sowie zu einem höheren Risiko für Schwangerschaftskomplikationen. Zusammengenommen machen Unterernährung bei Mutter und Kind mehr als 10% der weltweiten Gesundheitsbelastung aus.

 

  • Ein Schlüsselindikator für chronische Fehlernährung ist Unterentwicklung, d.h. gemessen an den WHO-Standards für das Wachstum bei Kindern sind die Kinder zu klein für ihr Alter. Gemäss den Zahlen von 2011 sind etwa 165 Millionen Kinder unterentwickelt, aufgrund von unzureichender Ernährung, einer vitamin- und mineralstoffarmen Ernährung, mangelnder Kinderbetreuung und Krankheiten. Durch das verlangsamte Wachstum ist die Gehirnentwicklung verzögert und die unterentwickelten Kinder lernen schlechter. Die höchsten Unterentwicklungsraten bei Kindern findet man in Afrika und Asien. In Ostafrika waren 2011 42% betroffen.

 

  • Eine schwere Form der Fehlernährung ist Marasmus, der aus akutem Nahrungsmangel resultiert und durch Krankheiten verschlimmert wird. Jährlich sterben daran ungefähr 1.5 Millionen Kinder. Steigende Lebensmittelpreise, Lebensmittelknappheit in Konfliktregionen und Naturkatastrophen verhindern, dass es in den Haushalten eine angemessene und vollwertige Nahrungsversorgung gibt, wodurch Marasmus entstehen kann. Um das Leben der Erkrankten zu retten, sind Notfallinterventionen bei der Ernährung notwendig.

 

  • Für Immunität und eine gesunde Entwicklung ist eine Versorgung mit essentiellen Vitaminen und Mineralstoffen entscheidend. Vitamin A-, Zink-, Eisen- und Jod-Mangel sind primär bedenklich für die öffentliche Gesundheit. Weltweit sind etwa 2 Milliarden Menschen von einer unzureichenden Jodzufuhr betroffen und mehr als ein Drittel der Vorschulkinder weltweit haben einen Vitamin A-Mangel, eine der führenden Ursachen für vermeidbare Erblindungen.

 

  • Ernährungsprobleme bei Jugendlichen beginnen in der Kindheit und setzten sich bis ins Erwachsenenalter fort. Ein wichtiger Punkt, der bei der Ernährung von weiblichen Jugendlichen berücksichtigt werden sollte, ist Anämie. Wenn bei Mädchen in der Entwicklung frühe Schwangerschaften verhindert werden und eine angemessenen Aufnahme essentieller Nährstoffe sichergestellt wird, kann dies spätere Mütter- und Kindersterblichkeit reduzieren und den Kreis der Fehlernährung von einer Generation zur nächsten stoppen. Weltweit sind 42% der schwangeren Frauen von einer Anämie betroffen.

 

  • Die Zunahme von Übergewicht und Adipositas ist weltweit eine grosse Herausforderung für die öffentliche Gesundheit. Menschen jeden Alters und Hintergrunds werden mit dieser Form der Fehlernährung konfrontiert. Als Konsequenz steigen die Raten von Diabetes, kardiovaskulären Erkrankungen und anderen ernährungsbedingten Krankheiten weltweit an.
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Ernährung & gesundes Leben

Die Gesundheit von Frauen wird von der Jugend an über die fruchtbaren Jahre und das mittlere Lebensalter bis ins hohe Alter von der Ernährung beeinflusst. Bei jedem dieser Meilensteine erleben die Frauen körperliche Veränderungen, die wiederum Interventionen bei der Ernährung erfordern, damit das Fundament für ein weiteres gesundes Leben gesetzt wird. 


Die hormonellen Veränderungen während der Menstruation verändern den Stoffwechsel und verbrennen mehr Energie. Der Blutverlust während der Menstruation kann zu einem verringerten Eisengehalt führen und dadurch eine leichte Anämie verursachen. Dies kann verhindert werden, indem rotes Fleisch, Nüsse, Eier, angereichertes Getreide und dunkelblättriges Gemüse gegessen werden.



Damit das Baby ernährt werden kann und der eigene Körper gesund bleibt, steigt das Blutvolumen einer Frau in der Schwangerschaft dramatisch an. Für die dafür notwendige vermehrte Bildung von roten Blutkörperchen ist es sehr wichtig, zusätzlich eisenreiche Nahrungsmittel zu essen und Eisenpräparate einzunehmen.

Da Eisenpräparate mit der Zinkabsorption interagieren können, werden häufig auch Zinkpräparate empfohlen. Gute Zinkquellen sind gesäuerte Vollkornprodukte, Leber, Eier, rotes Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte.

Viel von dem Calcium, welches das sich entwickelnde Baby benötigt, kann vom Körper der Mutter genommen werden, aber schwangere Frauen sollten sicherstellen, dass sie dieses Calcium mit Präparaten wieder ersetzen, damit es nicht zu einem Knochenschwund kommt. Eine ausgewogene Ernährung mit Milch, Joghurt und Käse kann Mutter und Baby dabei unterstützen, gesund durch die Schwangerschaft und die ersten Monate zu kommen.

Folsäure spielt eine entscheidende Rolle bei der korrekten Entwicklung des Nervensystems des Babys. Folsäurepräparate werden normalerweise schon vor der Schwangerschaft empfohlen, um sicherzustellen, dass während der frühen Entwicklung des Embryos eine grosse Menge zur Verfügung steht. Zusätzlich zu Präparaten ist Folsäure in rotem Fleisch, Leber, Eigelb und grünblättrigem Gemüse enthalten.

Muttermilch ist besonders nährstoffreich, und da alle Nährstoffe von der Mutter stammen, muss diese sie regelmässig zu sich nehmen, um Entwicklungsdefiziten entgegenzuwirken. Darum ist es besonders wichtig weiterhin Calcium, Eisen, Folsäure und alle während der Schwangerschaft empfohlenen Vitamine zu ergänzen. Entscheidend während der Stillzeit sind Magnesium und Vitamin B6. Weiterhin ist es wichtig, dass die Ernährung Protein umfasst und ausreichend getrunken wird.



Eine der grössten Schwierigkeiten bei Frauen während der Menopause ist die Entwicklung von Osteoporose. Der Östrogenmangel kann zu einem signifikanten Verlust der Knochenmasse führen, der die Knochen anfälliger für Brüche macht. Massnahmen zur Erhaltung gesunder Knochen sollten bereits früher im Leben beginnen, mit der Einnahme von Calcium über Milchprodukte. Die Ernährung sollte ausserdem Vitamin D enthalten, da dieses Vitamin die Calciumabsorption erhöhen kann und das Risiko für einen Calciummangel reduziert. Eine Ernährung, die wenig Salz, Alkohol und Koffein umfasst, kann die Calciumspeicherung ebenfalls verbessern. Darüber hinaus können regelmässige Bewegung und ein gesunder Körper das Risiko reduzieren, nach der Menopause eine Osteoporose zu entwickeln.

Essentiell ist es, eine positive Ernährungspraxis zu fördern, indem Frauen in jedem Lebensabschnitt zu einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung angeregt werden, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu gewährleisten sowie die ihrer Nachkommen.



Risikofaktoren

Ein Risikofaktor für viele Krankheiten ist der Mangel an Mikronährstoffen4, der zu hohen Morbiditäts- und Mortalitätsraten führen kann. Schon ein geringer Mangel kann schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Mikronährstoffmangel ist in den Industrienationen weit verbreitet, aber noch mehr in den Entwicklungsländern. Weltweit leiden 2 Milliarden Menschen an Mikronährstoffmangel, auch bekannt als „versteckter Hunger“.

Kleine Kinder und Frauen im gebärfähigen Alter haben das grösste Risiko für die Entwicklung eines Mikronährstoffmangels. Die drei häufigsten Formen einer Fehlernährung mit Mikronährstoffen sind Eisen- Vitamin A- und Jodmangel.

Symptome

Schlechte Versorgung mit Lebensmitteln kann Frauen einem ernährungsbedingten Risiko aussetzen und in Fehlernährung und schlechter Gesundheit resultieren. Zu den frühen Warnzeichen für Vitamin- und Mineralstoffmangel gehören Augen-, Haar-, Nagel-, Mund- und Hautsymptome.

  • Antriebslosigkeit
  • Adipositas
  • Brüchige Knochen
  • Starker Gewichtsverlust

Die Hauptursachen für Tod, Krankheit und Behinderung, bei welchen Ernährungsweise und Nahrung von Frauen eine wichtige Rolle spielen, umfassen koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall, Hypertonie, Atherosklerose, Adipositas, einige Krebsarten, Typ-2-Diabetes, Osteoporose, Karies (Zahnfäule), Erkrankungen der Gallenblase, Demenz und ernährungsbedingte Anämie.
Im Leben einer Frau gibt es eine Reihe von Krankheiten und Leiden, die sie anders oder in stärkerem Mass beeinflussen als Männer. Viele dieser Leiden und Krankheiten sind miteinander verbunden und der Beginn des einen führt zu einem erhöhten Risiko für das andere. Mit einem besseren Verständnis für die besonderen gesundheitlichen Bedürfnisse von Frauen und dem Schwerpunkt darauf können medizinische Fachkräfte aus allen Bereichen besser ausgestattet werden, um Krankheiten vorzubeugen, zu erkennen und zu behandeln, für die ihre Patientinnen über alle Lebensabschnitten hinweg am meisten gefährdet sind.

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