Hybrid-OP bestätigt die Planungen des Diakonie-KlinikumsDas Diakonie-Klinikum Jung-Stilling in Siegen zeigt den eigenen Weg zum Hybrid-OP auf und was den erfolgreichen Betrieb ausmacht.

18.12.2017

Das Diakonie-Klinikum Jung-Stilling ist ein Krankenhaus für lebenslange Beziehungen: In elf Fachabteilungen, von der Geburtsklinik bis zur Palliativstation, werden jedes Jahr über 22.000 stationäre Patienten versorgt. Um die Versorgung noch besser zu machen, hat das Diakonie-Klinikum Jung-Stilling in einen Hybrid-Operationssaal investiert, der – ausgestattet mit dem robotergestützten Angiographiesystem ARTIS pheno – nun zu einem der modernsten in Europa zählt.

 

Das Diakonie-Klinikum Jung-Stilling in Siegen
Das Diakonie-Klinikum Jung-Stilling in Siegen
Großes Interesse an einem der modernsten Hybrid-OPs Europas.
Großes Interesse an einem der modernsten Hybrid-OPs Europas.

Das Jung-Stilling-Krankenhaus in Siegen ist mit seinen 9 Stockwerken weit im Umkreis sichtbar. Nun gelangte es durch die Einrichtung eines modernen Hybrid-OPs noch viel deutlicher in die öffentliche Wahrnehmung, wie Dr. Josef Rosenbauer, Geschäftsführer der Diakonie in Südwestfalen gGmbH, erklärt: „Das Medienecho war gewaltig und am Tag der offenen Tür haben wir rund tausend Besucher im Haus gehabt.“ Alle wollten den Hybrid-Saal sehen, der komplexeste Prozeduren möglich macht und zugleich mehr Sicherheit für die Patienten bringt. Seit August ist das System in Echtbetrieb und Rosenbauer unterstreicht: „Es bestätigt alle unsere Planungen.“

Dr. Josef Rosenbauer Geschäftsführer der Diakonie in Südwestfalen gGmbH
Seit 2007 ist Dr. Josef Rosenbauer Geschäftsführer der Diakonie in Südwestfalen gGmbH, der Muttergesellschaft des Diakonie-Klinikums Jung-Stilling in Siegen. Rosenbauer ist Mediziner.

Bislang sind in den elf Fachabteilungen des Diakonie-Klinikums Jung-Stilling rund 800 Mitarbeiter für das Wohl von über 22.000 stationären Patienten jährlich verantwortlich. Inzwischen hat sich das Einzugsgebiet rasant vergrößert: „Es kommen komplexere Fälle aus anderen Regionen zu uns – die Tendenz ist jetzt schon eindeutig“, sagt Rosenbauer. Und auch innerhalb der Belegschaft sorgt der neue Saal für Begeisterung. Über interne Schulungen und Trainings mit der Hilfe von Siemens Healthineers wurden dem Diakonie-Team die Chancen der neuen Technologie aufgezeigt. Und Rosenbauer bemerkt einen interessanten Begleiteffekt: „Inzwischen betrachten es viele Mitarbeiter als reizvolle Herausforderung, dem Hybrid-OP-Team anzugehören. Der Motivationsschub ist da!“

Dennoch stehe für alle vor allem eins im Vordergrund: „Wir wollen etwas Gutes für die Patienten tun.“. Und Rosenbauer, der selbst nicht nur Geschäftsführer sondern auch Arzt ist, weiß, dass das mit der Entscheidung für den Hybrid-OP geschehen ist. Als Beispiel führt er das gelungene Zusammenspiel zwischen Kardiologie und Gefäßchirurgie am hausinternen Aortenzentrum an: „Wenn Aneurysmen behandelt werden müssen, dann beklagen die Patienten häufig zugleich auch Herzprobleme. Im Hybrid OP können Aortenaneurysmen behandelt werden und in der gleichen Prozedur kann eine Katheterbehandlung erfolgen. Kardiologen arbeiten hier eng mit den Gefäßchirurgen zusammen. Und den Patienten bleiben mehrfache Eingriffe erspart.“

Kollegen, die eine Investition in einen Hybrid-OP planen, rät Rosenbauer dazu, zunächst drei Dinge abzuwägen: „Passt das zur Fächerstruktur in ihrem Haus? Haben sie das Personal, um das System richtig zu nutzen? Und haben sie auch das Einzugsgebiet, um den OP auszulasten?“ Diese Punkte gälte es, gut zu überlegen und dann gemeinsam mit Vertretern aus allen beteiligten Disziplinen zu entscheiden. „Für uns war es der richtige Schritt in die Zukunft. Ich denke, eine Investition dieser Art bringt ein Haus insgesamt nach vorn!“, lautet Rosenbauers Bilanz nach mehreren Wochen Echtbetrieb.