Hochhaus von Siemens Healthineers in der Henkestrasse in Erlangen

Siemens Healthineers beschließt Rückbau von Hochhaus in ErlangenPlanungen für Rückbau abgeschlossen, Anzeige offiziell bei Behörde eingereicht

16.03.2026

Siemens Healthineers plant in Erlangen den vollständigen Rückbau des Hochhauses in der Henkestraße 127. Eine entsprechende Anzeige wurde offiziell bei der Bauaufsichtsbehörde eingereicht. Die ehemalige Firmenzentrale des Unternehmens ist seit 2018 ungenutzt und steht leer. Die Sanierung und erneute Nutzung des veralteten Gebäudes ist wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll. Die Rückbauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Siemens Healthineers wird alle Vorgaben zur sicheren und nachhaltigen Entsorgung der Materialien einhalten. Beispielsweise müssen etwa 46.000 Tonnen Betonmasse entsorgt werden. Die Gesamtkosten für den Rückbau des 14-stöckigen Gebäudes summieren sich nach Unternehmensschätzungen zu einem mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag.

Siemens Healthineers wird im Zusammenhang mit den anstehenden Rückbauarbeiten des 52-Meter hohen Gebäudes die Anwohner und Mitarbeitenden regelmäßig informieren und durch intelligente Planung möglichst wenig beeinträchtigen. Insbesondere sollen durch ausreichend Schutzmaßnahmen Lärm- und Staubentwicklung sowie Erschütterungen auf ein Minimum reduziert werden. Nach einer Entkernung des Gebäudes und der sachgerechten Entsorgung der Materialien, soll das Gebäude schichtweise abgetragen werden.

Siemens Healthineers wird das Gelände in der Henkestraße weiter im Besitz behalten. Derzeit laufen ergebnisoffene Überlegungen zur zukünftigen Nutzung mit dem Ziel einer integrierten, städtebaulich attraktiven und nachhaltigen Lösung. Der Pavillon-Bau auf dem Gelände, in dem das Innovation Center von Siemens Healthineers beheimatet ist, bleibt vorerst erhalten.
Hochhaus von Siemens Healthineers in der Henkestrasse in Erlangen
Hochhaus von Siemens Healthineers in der Henkestraße in Erlangen
Das fast 100-Meter lange und 15-Meter breite Hochhaus wurde 1964 fertiggestellt und diente als Verwaltungsgebäude für die Vorgängerfirma Siemens Reiniger Werke (SRW). Die Architektur orientierte sich damals am internationalen Stil und war von Glas und Aluminium geprägt. Der Entwurf stammt von dem Nürnberger Architekten Wilhelm Schlegtendal, der unter anderem auch das Planetarium und das Plärrerhochhaus in Nürnberg gestaltete. Bis 2018 war das Hochhaus Sitz der Firmenzentrale von Siemens Healthineers.