Siemens Healthineers feiert 125 Jahre Entdeckung der Röntgenstrahlen

Erlangen, Deutschland |  03.01.2020

Heute Alltag, seinerzeit eine medizintechnische Revolution: die Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen vor 125 Jahren in Würzburg. Seine Entdeckung am 8. November 1895 läutete eine neue Ära in der Medizin ein, die bis dahin unbekannte Einblicke in den menschlichen Körper ermöglichte. Bereits wenig später konzentrierten sich die Unternehmen Siemens & Halske und Reiniger, Gebbert & Schall (RGS) – die beiden Vorgängerfirmen von Siemens Healthineers – auf die industrielle Herstellung von Röntgenröhren und -apparaten und prägten damit die weitere Entwicklung der Technologie entscheidend mit. Heute ist die Röntgentechnik die Grundlage für viele bildgebende medizinische Geräte und damit aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Siemens Healthineers nimmt das Jubiläum zum Anlass und würdigt Wilhelm Conrad Röntgens bahnbrechende Entdeckung, die das Leben der Menschen nachhaltig zum Positiven verändert hat, mit einem umfassenden Themenjahr.

„Vor 125 Jahren fiel der Startschuss für den industriellen Einsatz der Röntgentechnik in der Medizin, den wir von Beginn an entscheidend geprägt haben. Diesen Innovationsgeist leben wir noch heute. Siemens Healthineers ist mit seiner starken technologischen Basis und tiefen klinischen Expertise auf einzigartige Weise positioniert, auch den digitalen Wandel der Gesundheitsversorgung zu gestalten“, sagte Christoph Zindel, Mitglied des Vorstands der Siemens Healthineers AG.

Im Röntgenjahr 2020 beleuchtet Siemens Healthineers jeden Monat einen anderen Aspekt der Röntgentechnik. Auf der Jubiläumswebsite „125 Jahre Röntgenstrahlen“ werden das ganze Jahr über Hintergrundinformationen, historische Artikel und Videos angeboten. Im Siemens Healthineers MedMuseum in Erlangen kann eine Vielzahl der historischen Exponate besichtigt werden, unter anderem ein Röntgenapparat aus dem Jahr 1902 sowie der erste CT-Scanner von Siemens aus dem Jahr 1975. Am Siemens Healthineers Standort Rudolstadt wird die erste von Reiniger, Gebbert & Schall gefertigte und von Röntgen gekaufte Röntgenröhre nachgebaut, was aufgrund der historischen Konstruktion eine Herausforderung darstellt. Ein weiteres Highlight findet am 6. April 2020 in Kooperation mit der Stadt Würzburg statt. Die Wissenschaftsshow „Röntgens Kosmos“ bietet anhand von spannenden Experimenten Einblicke in Wilhelm Conrad Röntgens Entdeckung und den vielfältigen Einsatz der Röntgentechnik.

Der in Würzburg lehrende Physik-Professor entdeckte die Strahlen – er selbst verwendete den Begriff X-Strahlen – beiläufig beim Experimentieren mit Gasentladungen, die in einer Glasröhre mit zwei eingeschmolzenen Elektroden erzeugt werden. Das dabei entstehende Leuchten lässt sich mit Hilfe eines Leuchtschirms beobachten. Als er solch eine Glasröhre lichtdicht verpackte und den Raum abdunkelte, bemerkte er, dass ein Leuchtschirm neben der lichtdicht verpackten Röhre in der Dunkelheit zu leuchten begann. Er vergrößerte den Abstand, doch die Strahlung wirkte unverändert, lediglich Platin und Blei konnten diese aufhalten. Schließlich hielt er seine Hand in die Strahlen und sah auf dem Leuchtschirm die Schatten seiner Handknochen. Als Beweis hielt er seine Entdeckung mit Hilfe der Fotographie fest. Dies war die Geburtsstunde der Röntgentechnik. Bereits drei Tage nach Bekanntwerden der Entdeckung der X-Strahlen machten sich Reiniger, Gebbert & Schall an die Entwicklung der ersten Röntgenröhre, die später von Röntgen gekauft wurde. Die Röntgentechnik kommt im Portfolio von Siemens Healthineers auch heute weiterhin breit zum Einsatz: Von der Computertomographie über Mammographie bis hin zur klassischen Radiographie. Darüber hinaus bietet Siemens Healthineers mit seinen Angiographie-Systemen und mobilen C-Bögen innovative, bildgestützte Therapiekonzepte und minimalinvasive Verfahren.



Siemens Healthineers AG (gelistet in Frankfurt a.M. unter SHL) hat den Anspruch, das Gesundheitswesen der Zukunft zu gestalten. Als führendes Unternehmen der Medizintechnik mit Hauptsitz in Erlangen unterstützt es mittels seiner Regionalgesellschaften Gesundheitsversorger weltweit dabei, auf ihrem Weg hin zu dem Ausbau der Präzisionsmedizin, der Neugestaltung der Gesundheitsversorgung, der Verbesserung der Patientenerfahrung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens mehr zu erreichen. Siemens Healthineers entwickelt sein Produkt- und Dienstleistungsportfolio kontinuierlich weiter, mit KI-gestützten Anwendungen und digitalen Angeboten, die in der nächsten Generation der Medizintechnik eine immer wichtigere Rolle spielen. Diese neuen Anwendungen werden das Unternehmens in der In-vitro-Diagnostik, der bildgestützten Therapie und der In-vivo-Diagnostik weiter stärken. Siemens Healthineers bietet auch eine Reihe von Dienstleistungen und Lösungen an, um die Fähigkeit der Gesundheitsdienstleister zu verbessern, Patienten eine qualitativ hochwertige und effiziente Versorgung zu bieten. Im Geschäftsjahr 2019, das am 30. September 2019 endete, erzielte Siemens Healthineers mit seinen rund 52.000 Beschäftigten weltweit ein Umsatzvolumen von 14,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von 2,5 Milliarden Euro.
Weitere Informationen finden Sie unter www.siemens-healthineers.com.


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