Siemens Healthineers übernimmt Vorreiter im Bereich der robotergestützten Gefäßinterventionen

Erlangen, Germany |  08.08.2019

  • Die Übernahme von Corindus ist eine strategisch wichtige Erweiterung des Advanced Therapies-Geschäfts von Siemens Healthineers
  • Siemens Healthineers kombiniert seine kardiovaskulären und neuro-interventionalen Therapiesysteme mit innovativer Corindus-Technologie, um Verfahrensoptimierung für bildgestützte minimalinvasive Therapien zu ermöglichen
  • Im Rahmen der Übernahmevereinbarung wird Siemens Healthineers alle vollständig verwässerten Corindus-Aktien für 1,1 Milliarden US-Dollar erwerben


Mit Corindus ist Siemens Healthineers hervorragend positioniert, um als einer der führenden Anbieter im Bereich der robotergestützten Gefäßinterventionen zu agieren und minimalinvasive Prozeduren präziser, schneller und effektiver durchzuführen. Mit dieser Akquisition erschließen wir ein neues Gebiet für unser Geschäft mit bildgestützten Therapien. Zusammen mit unserem starken Portfolio in der Bildgebung, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz schaffen wir erhebliche Synergien, um Therapieergebnisse zu verbessern“, sagte Bernd Montag, Vorstandsvorsitzender der Siemens Healthineers AG.

Die Zusammenarbeit mit Siemens Healthineers ist eine einzigartige Gelegenheit, unser Geschäft auf die nächste Stufe zu heben und unsere Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Gemeinsam wollen wir Lösungen der nächsten Generation entwickeln und damit weiter zur Verbesserung der Patientenversorgung beitragen“, sagte Mark Toland, President und CEO von Corindus.

Die Siemens Healthineers AG hat mit Corindus Vascular Robotics, Inc.
(NYSE American: CVRS), einem weltweiten Technologieführer für robotergestützte Gefäßinterventionen, eine Übernahmevereinbarung unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung wird Siemens Healthineers alle vollständig verwässerten Corindus-Aktien für
4,28 US-Dollar pro Aktie in bar oder 1,1 Milliarden US-Dollar insgesamt erwerben. Die Transaktion wird voraussichtlich zum Ende des Kalenderjahres 2019 abgeschlossen sein, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre von Corindus, des Erhalts der behördlichen Genehmigungen und anderer üblicher Abschlussbedingungen. Der Corindus-Vorstand unterstützt den Übernahmeantrag uneingeschränkt. Corindus hat seinen Firmensitz in Waltham, Boston, Massachusetts, und beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiter.

Corindus entwickelt, produziert und vertreibt robotergestützte Systeme für minimalinvasive Prozeduren. Mit diesen Systemen können Ärzte Führungskatheter, Führungsdrähte, Ballon- oder Stent-Implantate mit Hilfe integrierter Bildgebung präzise steuern. Dafür muss der Arzt nicht wie sonst üblich direkt am Angiographie-Tisch stehen, sondern er kann die Prozedur über ein separates Kontrollmodul steuern und ist damit weniger Strahlung ausgesetzt. Corindus ist derzeit eines der führenden Unternehmen, das eine robotergestützte Behandlungsplattform für die gefäßtherapeutischen Hauptmärkte anbietet – d.h. für koronare, peripher vaskuläre und neurovaskuläre Gefäßinterventionen. So sind beispielsweise Herzkrankheiten die häufigste Todesursache in den USA. Jährlich werden weltweit mehr als vier Millionen perkutane Koronarinterventionen durchgeführt.

Die Akquisition von Corindus hat das Ziel, heutige Herausforderungen im Klinikalltag zu vereinfachen. Robotergestützte minimalinvasive Verfahren haben das Potenzial, Behandlungszeiten zu reduzieren, die Präzision während der Behandlung zu erhöhen, die Standardisierung von klinischen Prozeduren zu steigern und damit letztlich die klinischen Ergebnisse zu verbessern. Dies ist die strategische Ausrichtung des Geschäftsfelds Advanced Therapies.

„Das Zusammenspiel von exakter Bildgebung und robotergestützten Eingriffen wird, metaphorisch gesprochen, sowohl die Augen als auch die Hände des Arztes verbessern. Mit der Ergänzung unseres starken Therapieportfolios durch Corindus schärfen wir unseren prozeduralen Fokus und werden durch den Ausbau der Präzisionsmedizin und die Verbesserung der klinischen Ergebnisse weiter wachsen. In Zukunft können unsere digitalen und KI-basierten Instrumente dazu beitragen, die Aspekte der Bildführung und -therapie noch stärker zu integrieren“, sagte Michel Therin, President Advanced Therapies bei Siemens Healthineers.

Die CorPath Systeme von Corindus werden zusammen mit Angiographie-Systemen eingesetzt, die Siemens Healthineers als einer der führenden Anbieter vertreibt. Die Siemens Healthineers Produkte ermöglichen eine minimalinvasive Behandlung durch den Einsatz hochwertiger Bildgebung vor und während medizinischer Eingriffe. Die Vorreiterrolle auf dem Gebiet der bildgestützten, minimalinvasiven Verfahren wird jetzt ergänzt durch robotergestützte Präzisionsmedizin. Diese Erweiterung stärkt die Bedeutung von Siemens Healthineers in der Therapie und festigt die Rolle als einer der führenden Anbieter von Lösungen entlang des gesamten Behandlungspfades. Damit ist die Akquisition von Corindus eine strategisch sinnvolle Erweiterung des Therapiegeschäfts von Siemens Healthineers.

Die zukünftige Integration der Siemens Healthineers Digitalisierungs- und Künstlicher Intelligenz-Lösungen mit den robotergestützten Systemen von Corindus bietet weitere vielversprechende Möglichkeiten. So ist das Ziel die Verfahrensoptimierung weiter zu steigern, um für ein größtmögliches Maß an Effizienz und klinischer Reproduzierbarkeit zu sorgen. Zusätzlich treibt Corindus die Zulassung für robotergestützte Fernbehandlung bei Gefäßinterventionen voran. Durch die in vielen Regionen begrenzte Verfügbarkeit von Spezialisten für minimalinvasive Prozeduren und die limitierte Anzahl an entsprechenden klinischen Einrichtungen könnte die Fernbehandlung in Zukunft den Zugang von Patienten zu Therapien erheblich verbessern.
 

 


1 Die neurovaskuläre Anwendung von CorPath GRX ist noch nicht in allen Ländern verfügbar, insbesondere nicht in den USA.


Siemens Healthineers unterstützt Gesundheitsversorger weltweit dabei, auf ihrem Weg hin zu dem Ausbau der Präzisionsmedizin, der Neugestaltung der Gesundheitsversorgung, der Verbesserung der Patientenerfahrung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens mehr zu erreichen. Als ein führendes Unternehmen der Medizintechnik entwickelt Siemens Healthineers sein Produkt- und Serviceportfolio stetig weiter. Das gilt für die Kernbereiche der Bildgebung für Diagnostik und Therapie sowie für die Labordiagnostik und die molekulare Medizin. Zusätzlich werden die Angebote im Bereich digitale Gesundheitsservices und Krankenhausmanagement gemeinsam mit den Betreibern stetig weiterentwickelt.
Im Geschäftsjahr 2018, das am 30. September 2018 endete, erzielte Siemens Healthineers ein Umsatzvolumen von 13,4 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro und ist mit rund 50.000 Beschäftigten weltweit vertreten. Weitere Informationen finden Sie unter www.siemens-healthineers.com

Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und unsere künftige finanzielle Leistung(-sfähigkeit) sowie auf künftige Siemens Healthineers betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie z. B. „erwarten“, „prognostizieren“, „antizipieren“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ und „zum Ziel setzen“ oder an ähnlichen Begriffen. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen treffen. Des Weiteren können unsere Vertreter von Zeit zu Zeit zukunftsgerichtete Aussagen mündlich treffen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Siemens Healthineers-Managements, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens Healthineers liegen. Da sie sich auf zukünftige Gegebenheiten oder Entwicklungen beziehen, unterliegen sie einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in den jeweiligen Veröffentlichungen beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten oder Faktoren realisieren oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächliche(n) Ergebnisse, Leistung(-sfähigkeit) und Erfolge von Siemens Healthineers (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind. Alle zukunftsgerichteten Aussagen beziehen sich nur auf den Zeitpunkt, zu dem sie getroffen wurden und Siemens Healthineers übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren, es sei denn, es besteht eine gesetzliche Pflicht hierzu. 

Dieses Dokument enthält – in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte – ergänzende Finanzkennzahlen, die sog. alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Diese ergänzenden Finanzkennzahlen können als Analyseinstrument nur eingeschränkt tauglich sein und sollten für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens Healthineers nicht isoliert oder als Alternative zu den in den im Konzernhalbjahresabschluss und im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen, so dass sie deshalb möglicherweise nicht vergleichbar sind.

Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass einzelne Zahlen in diesem Dokument und in anderen Dokumenten nicht genau der angegebenen Summe entsprechen und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

 


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